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meine Story:

 nach Unten

Folgende Wünsche hatte ich vor dem Beginn der Technikerausbildung '89 für mich, die von großer Bedeutung sein sollten:
"keine Probleme mit meiner Familie, keine gesundheitlichen Störungen und kein Beziehungsstress."

Es kam, wie es kommen mußte. Anfang '92 ist mein Vater in der Arbeit unter einer Gehirnblutung zusammengebrochen. Ich wurde in der Arbeit von meiner Mutter informiert und bin völlig geschockt zu meiner damaligen Freundin und danach zu meiner Mutter gefahren, um sie mit nach Erlangen in die Uniklinik zu nehmen. Zum ersten Mal merkte ich in meinem Leben, wie hilflos man doch sein kann. Abhängig von Ärzten und Hoffnungen. Der Zustand war lange Zeit sehr kritisch und es hat sich nur sehr langsam ein kleiner Weg der Besserung gezeigt. Nach 3 oder 4 Monaten kam er dann auf REHA-Maßnahme nach Bischofswiesen fort. Halbseitige Lähmung mit Sprachstörungen blieben ihm zurück. Der Kampf ging weiter, aber man konnte ihm anmerken, daß sein Lebenswille sehr stark gebrochen war.

Wie bereits kurz erwähnt, fing es bei mir 1992 mit dem ersten bemerkbaren Schub an. Ich stand zu der damaligen Zeit am Anfang vom 4. Jahr meiner Ausbildung. Es war August, Urlaubs- und Ferienzeit. Optimal zum Relaxen und Ausspannen. Solche Phasen sind meiner Meinung nach die kritischsten, die es gibt. Auffällig war, daß ich gelaufen und gesprochen habe, als ob ich besoffen wäre. Gestörter, unsicherer, schwankender Gang und stockende Aussprache.

Ich ging zu meinem damaligen Hausarzt, der aber nichts feststellen konnte. Nach dem zweiten Besuch ohne Besserung hat er mich dann doch zu einem Neurologen überwiesen. Die Folge: 9 Monate Arbeitsunfähigkeit und etliche Untersuchungen. Die Stellung der Diagnose ist für Ärzte mit Vorsicht zu "genießen". Viele Faktoren haben Einfluß, um eine standhafte Diagnose auszusprechen. 3 Kernspintomographien (auch Magnetresonanztomographie genannt), 1 Computertomographie, 3 Lumbalpunktionen, Leber- und Nasenschleimhautpunktion sowie augenärztliche Untersuchungen. Das Martyrium neigte sich seinem Ende zu. Dazwischen lagen auch noch 4 Wochen REHA, ausgerechnet in Loipl/Bischofswiesen. Nun konnte mit großer Sicherheit die Diagnose Multiple Sklerose gestellt werden.

Jetzt sollte man meinen, daß das Leben endlich wieder etwas ruhiger verlaufen kann. Weit gefehlt! Meine Oma mütterlicher Seite mußte ins Krankenhaus, wo sie dann auch nach einigen Wochen verstorben ist. Ich sah das Ganze mit gemischten Gefühlen. Zwischen meiner Mutter und ihr gab es hinter dem Rücken meines Vaters oft Unstimmigkeiten über die Richtigkeit der Ehe. Vorwürfe wie, ich hab's Dir doch immer schon gesagt, das ist nicht der Richtige für Dich. Ich war ziemlich verärgert darüber, nach allem, was mein Vater für sie getan hat. War alles scheinbar ganz selbstverständlich für sie. Jeden Tag nach der Arbeit das Abendessen hinzufahren, Getränkekästen und die Einkäufe zu schleppen, alles ganz selbstverständlich. Nicht, daß ich sie dafür jetzt schlecht reden will, aber eine gewisse Art der Dankbarkeit wäre da schon angebrachter gewesen.

Nach großen Versäumnissen und auch einem Null-Bock-Gefühl wollte ich die Abendschule dann doch nicht aufgeben. So habe ich mich bis zum Schluss durchgebissen und so weit es ging nicht auf die Noten geachtet.

Meinem Vater ging es Ende '95 auch nicht besonders gut. Einige seiner Organe hatten die Funktion aufgegeben. Das lag wahrscheinlich auch zu einem gewissen Teil an Bewegungsmangel. Meine Mutter war der Situation nicht mehr gewachsen und so mußte er schon wieder ins Krankenhaus. Das waren die schlimmsten Wochen meines Lebens. Auch jetzt beim Schreiben dieses Textes kann ich meine Gefühle nicht unterdrücken. Es war so Scheiße, die Angst mit Wut vermischt, ein sehr erdrückendes Gefühl. Ich mußte jeden Tag mit ansehen, wie es ihm immer schlechter erging. Am 12. Januar 1996 war sein Leiden dann beendet.

Warum ich das hier alles schreibe? Weil es ein Teil meines Lebens ist, genauso wie MS. Ich glaube, daß der Wille zu leben auf jede Form von Krankheit einen großen Einfluß hat. Positives Denken, wenn's auch nicht immer leicht fällt, ist der Schlüssel, nicht in der Sinnlosigkeit des Daseins zu versinken. Das Leben hat auch noch sehr, sehr viele schöne Seiten die man erlebt haben sollte ;-), bevor man daran denkt zu resignieren und alles, positives wie negatives, von sich zu weisen scheint.

Bis zum heutigen Tag hab ich wirklich sehr viel Glück mit dem Verlauf der MS gehabt. Einige "geringfügige" Schübe waren bei mir schon auch vorhanden, diese konnten aber durch Cortison bzw. von selbst wieder aus der Welt geschaffen werden.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß jeder andere Mensch auch so seine eigene Geschichte des Leides zu erzählen hat. Das Leben ist wie ein Spiel, man kann gewinnen und verlieren. Nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch und umgekehrt.

Die Zeit heilt alle Wunden, doch vergessen kann und werde ich nie!!!

Mein weiterer Verlauf ist genauso Ungewiss, wie bei anderen auch. Ich hatte in diesem Jahr '98 bereits zwei Schübe. Nichts schlimmes, aber bei beiden hatte ich eine Cortisoneinnahme für angemessen gehalten. Ich kann mit meinem Neurologen ganz gut reden und er glaubt auch, daß ich mich selbst soweit einschätzen kann, um zu wissen was gut für mich ist. Ich habe am 10. September 1998 noch eine REHA beantragt und hoffe, daß sie noch in diesem Jahr in Gailingen zustande kommt. Nachdem ich vor 2 oder 3 Jahren schon mal den Versuch gestartet hatte, eine Langzeit-Therapie mit Imurek durch zu führen, werde ich mich auf der REHA nach geeigneten, neuen Maßnahmen erkundigen, die ich noch nicht probiert habe. Das Imurek hatte ich damals wieder aufgegeben, weil ich Probleme mit dem Magen bekam. 3 Schichtbetrieb, unregelmäßiger Schlaf und Essen waren und sind noch ein Problem für mich. Am 12. November 1998 hatte ich meine letzte MRT-Untersuchung. Das Ergebnis wurde durch meinen Neurologen so ausgelegt, daß es keine neuen Herde gäbe. Die bereits bestehenden seien mit Vernabungen zurückgeblieben. Jetzt werde ich in Gailingen (ab 12. Januar 1999) versuchen, neue Kraft (dringend nötig) zu sammeln, für mich neue Wege einzuschlagen und mir über einiges Klar zu werden.

Über den Aufenthalt '99 in Gailingen:

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mein Verlauf:

 nach Unten

08/1992 erster Schub mit Tetraspastik und Hirnstammsymptomatik. Im MRT disseminierte Marklagerveränderungen mit Kontrastmittelaufnahme, im Liquor positive oligoglonale Banden. Im Klinikum Besserung der Symptomatik ohne medikamentöse Maßnahmen.

11/1992 zweiter Schub mit Dysarthrie, angedeuteter Spastik der Beine sowie leichten kognitiven Störungen. Ambulante orale Behandlung mit Kortison. Anschließend trotz Reha-Aufenthalt in Loipl (05.01. bis 02.02.1993) weiterhin etwas wechselndes Beschwerdebild.

09/1993 dritter Schub auf spinalem Niveau mit querschnittsförmiger Sensibilitätsstörung und Sphinkterstörungen. Besserung nach ambulanten Urbason-Infusionen.
Danach Einstellung auf: Absetzen der Medikation nach zwei Monaten wegen kurzfristiger Verschlechterung des Laufens. Wechsel auf Azathioprin zur Krankheitsprophylaxe. Dosierung mußte zunächst verringert werden, da Gelenkschmerzen und Grippegefühl auftraten, Dosierung 250 mg.

07/1994 vierter Schub: Hemispastik rechts, Behandlung oral mit Urbason. Einige Monate später wurde Azathioprin wegen Magenbeschwerden ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt.

04/1995 fünfter Schub: Sehstörungen mit Lichtempfindlichkeit (bei unauffälligem VEP) sowie leichtes Kribbeln in den Beinen. Orale Behandlung mit Urbason. Im weitern Verlauf eher leichte, wechselnde Beschwerden (Zunahme des Taubheitsgefühls am rechten Fuß), später luboischialgieforme Schmerzen am rechten Bein. Nachuntersuchung in 04/1996 ergab keine neuen neurologischen Ausfälle.

03/1997 sechster Schub (fraglich): Beine und Arme waren schwer wie Blei, Pelzigkeit am rechten Unterkiefer. Neurologisch keine sichere Befundänderung, trotzdem Gabe von 5 x 80 mg Urbason oral. Später wegen psychovegetativer Beschwerden Verordnung eines Johanniskrautpräparates.

04/1998 siebter Schub: Pelzigkeit und leichte Schwäche rechte Hand. Schnelle Remission nach oraler Urbasongabe. Im weiteren Verlauf 08/1998 während großer Sommerhitze zunehmende Unsicherheit beim Gehen sowie Versprecher beim Reden. Da gleichzeitig auch starker Streß in der Arbeit, Unklarheiten ob ein Schub wirklich vorlag. Trotzdem Gabe von Urbason.

11/1998 NMR-Kontrolle: "Bekannte E.d. mit einer intratentoriellen und multiplen supratentoriellen Marklagerläsion jeweils ohne Bluthirnschrankenstörung. Dem schriftlichen Befund zu Folge keine wesentliche Befundänderung gegenüber den Aufnahmen von 12/1992".

12.01.1999 bis 09.02.1999 Reha-Behandlung in den Kliniken Schmieder, Gailingen. Entlassung als Arbeitsfähig, jedoch Empfehlung einer weniger belastenden Arbeit einschichtig. Über den Sommer wechselnde Beschwerden, vor allem an rechter Hand und Arm. Untersuchung ergab Hinweis für eine Epicondylithis radialis, jedoch keine neuen neurologischen Ausfälle. Derweilen über Schwellungen und zunehmende Pelzigkeit rechtsbetont an allen vier Extremitäten geklagt wurde, was eher als Zunahme der alten Symptome gewertet wurde, denn als neuerlicher Schub, und auch erhebliche Belastungen in der Arbeit bestanden haben, trotzdem Gabe von einigen Urbason-Infusionen. Gute Stabilisierung dann unter Gabe von Sulpirid, jedoch auch durch Umsetzung auf neuen Arbeitsplatz ohne Schichtarbeit. Welche Therapien habe ich wann und warum gemacht?

Am 15.09.99 habe ich wieder mit einer leichten Kortisonbehandlung angefangen. Auf Fortecortin 8mg fiel dieses mal meine Wahl. Der Grund für eine Einnahme liegt an den steigenden Missempfindungen in den Händen. 1x4 Tabletten pro Tag hatte ich in der Arbeit bereits 3 mal nach dem Frühstück eingenommen und 1x4 kamen am Samstag zuhause noch dazu. Ich wollte eigentlich die 20er-Packung ganz aufbrauchen, aber ich bemerkte nach der letzten Einnahme bereits ein starkes "Pelziges" Gefühl, leichten Schwindel und Orientierungslosigkeit. Auch ein Dauerschluckauf, von bis jetzt 3 Tagen war mein ständiger Wegbegleiter. Ich hab's dann doch wieder sein gelassen und nicht ausgeschlichen. Im nachhinein aber mußte ich feststellen, daß mir Fortecortin doch ganz gut bekommen ist. Meine Gedanken wurden wieder Blitzschnell, so das es mir schon fast Unheimlich war und die körperliche Leistungsfähigkeit war auch gesteigert.

Arzttermin vom 29.10.99:
Es handelte sich zwar um den Kollegen meines Arztes in ihrer Gemeinschaftspraxis, aber mehr kann er auch nicht machen. Ich war eigentlich sehr zufrieden mit seiner Behandlung, dem Zuhören und über seine Antworten auf meine Fragen. Die Beschwerden waren die selben, wie sie bereits am 15.09.99 bestanden hatten, nur ausgeprägter und stärker. Wir haben uns schließlich auf eine Stoßtherapie mit Urbason 500 ml geeinigt und ein weiteres Ausschleichen über 10 Tage. Nach dem Ausschleichen werde ich nochmals hingehen und mich nach weiteren Möglichkeiten erkundigen. Vorstellen könnte ich mir, mal mit Cop oder Rebif zu beginnen. Gespannt bin ich schon auf die Darstellung der allgemeinen Kostensituation in seiner Praxis.

Arzttermin vom 10.02.2000:
Klärung der aktuellen Situation, kurzes Gespräch über Langzeittherapie, erhaltenes Infomaterial über Interferon (Rebif) Therapie mittels Multimedia CD und Rezept für neue MRT-Untersuchung (wurde am 24.02.2000 gemacht).

Arzttermin vom 25.02.2000:
Durchsprache der MRT Ergebnisse und Auflistung der aktuellen Symptome:
  1. sehr schnelle Ermüdbarkeit
  2. Konzentrationsschwierigkeiten
  3. zittern der Arme und verstärkt der Hände (unregelmäßig auftretend)
  4. gelegentliche Gleichgewichtsstörungen, Unsicherheit beim gehen
  5. Sehschärfe stark nachlassend
  6. Erektion zwar noch vorhanden, aber nicht mehr so ausgeprägt
  7. Entscheidungsfähigkeit läßt nach
  8. Ständiges Benommenheitsgefühl
  9. Gefühls- und Kraftschwäche (stark pelziges Gefühl) in den Händen hat zugenommen.
  10. sowohl rechts wie links. Bewegungen werden nur noch ungern ausgeführt.
  11. Gefühlsschwäche (wie ein spannen der Haut) im Gesichtsbereich (Backen und Lippen)
  12. Häufig auftretende innere Unruhe
  13. sehr grobe (evtl. unsichere) Bewegungen besonders der Beine (wie abgehackt oder von Maschine)
  14. Vergesslichkeit, hauptsächlich im Bereich des Kurzzeitgedächtnisses.

Arzttermin vom 14.03.2000:
Mit den Symptomen von Schwindel und Störungen des Denkens bin ich wieder vorgetreten. Einen erneuten Schub schließe ich aber aus. Man konnte sich auf eine Enzym-Therapie einigen mit und Krankmeldung für 2 Wochen.

Arzttermin vom 27.03.2000:
Klärung der aktuellen Situation und Auflistung der aktuellen Symptome:
  1. Verstärktes Zittern der Arme und Hände (nach Aufregungen ist es noch viel extremer und beruhigt sich nur sehr langsam wieder)
  2. Gleichgewichtsstörungen, soweit gehend das Türen und Wände des öfteren im Weg sind.
  3. Leichte Abnahme des Benommenheitsgefühls
  4. Gefühls- und Kraftschwäche scheint mir zugenommen zu haben.
  5. spannen der Haut im Gesichtsbereich (Backen und Lippen eher zunehmend
  6. Vergeßlichkeit, hauptsächlich im Bereich des Kurzzeitgedächtnisses.
  7. Kribbelige und unruhige Schrift
  8. Einknicken der Knie
  9. Verstärkte Pelzigkeit in beiden Händen und Füßen
mit Folgebescheinigung der Krankmeldung für weitere 2 Wochen.

Arzttermin vom 10.04.2000:
Klärung der aktuellen Symptome (siehe oben) und Folgebescheinigung für weitere 3 Wochen.

Arzttermin vom 02.05.2000:
Nachdem sich keine Besserung, vielmehr eine Steigerung der Beschwerden ergeben hat, war dieser Termin fällig. Neu hinzu gekommen sind noch Kopfschmerzen und Schmerzen in den Beinen und Armen. Wir konnten uns erstmals auf eine erneute Stoßtherapie mit 500 mg Urbason über vier Tage einigen. Die KK meldete sich ebenfalls schon bei meinem Neuro, um sich über eine geeignete Rehamaßnahme zu erkundigen. Allerdings bin ich aus persönlichen Gründen nicht offen, für eine weitere Reha gewesen. Zumindest in dem jetzigen Zustand. Bis auf weiteres wurde ich durch den Übergang in das Krankengeld weiterhin krankgeschrieben. Jetzt bleibt es abzuwarten, wie die Cortisontherapie anschlägt und danach weiter Vorgegangen wird. Über die Behandlung mit dem Cortison kann ich nur berichten, daß ich wohl so ziemlich alle Nebenwirkungen zu spüren bekommen habe, die damit auftreten können.

Arzttermin vom 15.05.2000:
Dieses Mal wurde der den Nutzen der letzten Stoßtherapie erörtert, welcher negativ leider ausgefallen ist. Ich habe mich dazu entschlossen gehabt, endlich mit einer Langzeitbehandlung zu beginnen und die Wahl viel fürs erste auf Rebif. Allerdings ist noch Unklar, ob 1x/Woche eine Dosis von 44 oder 3 x/Woche 22 Mikrogramm verwendet werden soll, wahrscheinlich aber eher das letztere.

Langzeittherapie 26.05.2000:
Am 26.05.2000 war es dann soweit. Ich bekam am späten Nachmittag Besuch eines "Vertreters" der Firma Serono, der mir die Handhabung mit dem Rebiject erklärte und über mögliche Probleme aufmerksam machte. Abends setzte ich mir dann also die erste Injektion. Bis jetzt läuft alles prima. Nebenwirkungen sind noch keine Aufgetreten, was aber auch an der erstmals Einschleichenden (langsame Steigerung der Dosis) liegen kann.

Mein selbst verordneter Injektionsplan mit Rebif 22 sah folgendermaßen aus:
  1. Injektion mit Rebiject ca. 0,15 -0,20 ml Serum, ohne Paracetamol
  2. Injektion mit Rebiject ca. 0,25 ml, mit Paracetamol 1 Stunde Vor- und Nachher
  3. Injektion mit Rebiject ca. 0,25 ml, mit Paracetamol 1 Stunde Vor- und Nachher
  4. Injektion mit Rebiject ca. 0,25 ml, mit Paracetamol 1 Stunde Vor- und Nachher
  5. Injektion mit Rebiject ca. 0,50 ml, mit Paracetamol 1 Stunde Vor- und Nachher
  6. weitere Injektionen folgen nach Punkt 5
alle weiteren Injektionen sollen mit der vollen Dosis von 0,5 ml erfolgen. Soweit keine gravierenden Nebenwirkungen auftreten, bleibt die Gabe von Paracetamol auch noch aus.

Arzttermin vom 03.08.2000:
Antrag auf Reha und Nebenwirkungen mit Rebif wurden besprochen.

Arzttermin vom 18.08.2000:
Durch die "Vertretung" (den zweiten Neurologen) in der Gemeinschaftspraxis ließ ich mir erneut eine Kortison Stoßtherapie verpassen von 4x500 mg Urbason und 1x500 mg Decortin. Über das Wochenende werde ich die Notambulanz in Nürnberg in Anspruch nehmen, um mir die beiden anderen Infusionen verabreichen lassen zu können.
Als ich am Montag Vormittag zu meiner letzten Infusion antrat, war mein Neuro wieder aus seinem Urlaub zurück und erkundigt sich nach meinem Befinden. Beide waren der Meinung, daß es sich auch diesmal nicht um einen Schub bei mir gehandlt hat. Ich könnt einen Besen fressen, ich kapier so langsam überhaupt nichts mehr :-((.

Zu meinem nächsten, regulären Termin bei meinem Neurologen werde ich eine Liste meiner Fragen und Probleme erneut notieren, die dieses Mal ziemlich lang werden könnte, so daß ich mich früh genug damit befassen muß.

Arzttermin vom 21.09.2000:
Zu klärende Punkte:

Arzttermin vom 14.11.2000:
Da ich nach über 8 Jahren an einem Punkt angelangt bin, wo ich einen Arzt brauche, der mir auch andere Wege offenhält und zeigt (auch die alternativ Medizin berücksichtigt), hatte ich heute zum ersten Mal einen anderen Neurologen aufgesucht.

Der erste Eindruck im Wartezimmer verlief erst mal ziemlich nervig. Doch als ich nach 2½ Stunden endlich den Arzt zusehen bekam sowie die ersten Sätze wechselte, änderte sich mein Eindruck schlagartig ;-).
Als ich über meine kleineren Probleme mit dem Rebif erzählte, meinte er auch gleich, daß es kein Problem wäre, mit Avonex weiter zu machen (dachte gleich wieder negativ über Beziehungen zur Pharmaindustrie ;-( ). Ich schilderte meine Meinung zu Avonex, das ich dieses Medikament nicht unbedingt dem Vorzug geben würde, sondern im Falle eines Wechsels vielmehr an Cop denken würde. Weiter meinte ich, da es jedoch noch nicht in Deutschland zugelassen ist, würden es nur wenige Ärzte ohne weiteres verschreiben und es wäre nur über Umwege zu beziehen.

Doch seine erneute Antwort erfreute meine Ohren und ließ meine skeptische Haltung dem "neuen" gegenüber verschwinden.
Cop sei sehr wohl zu beziehen und er würde es auch verordnen. Desweiteren verschrieb er mir auf meinen Wunsch noch KG und ein Vitaminpräparat (Neuro-vetro).

Für den Anfang doch ein gelungener Start. Ich werde ihm mit Sicherheit auch noch weiter "auf die Nerven" gehen in der nächsten Zeit ;-).

Arzttermin vom 21.11.2000:
Dieses Mal ein kurzer und schmerzloser Termin, der mit einem Rezept für Copaxone (Glatirameracetat) endete ;-). Das Cop liegt bereits im Kühlschrank und wird am 04.12.00 das ersten Mal zum Einsatz kommen. Dazu werde ich mir aber jede Einzelheit vom Arzt bzw. Arzthelferin zeigen lassen. Vergleichbar mit Rebif ist es nicht, da man sich selber Spritzen muß und das jeden Tag. Sollten sich Probleme bei der Anwendung ergeben, werde ich ebenfalls auf dieser Seite darüber berichten.

Arzttermin vom 13.03.2001:
Allgemeines Gespräch über die Verträglichkeit von Copaxone und des aktuellen Belastungs- und Gesundheitszustandes.

Durch meine Andeutungen und Befürchtungen des Übergangs von einem schubförmigen Verlauf in den chronisch progredienten Verlauf konnten keine ersichtlichen Verschlechterungen festgestellt werden. Aufgrund der tatsächlichen Belastung und priv. Umstände aber waren wir beide der Meinung, daß sich in mir eine kleiner Depression verbirgt und womöglich bereits durch Rebif 22 ausgelößt wurde. Erstmals werde ich diesbezüglich das leichte Antidepressiva Insidon (Wirkstoff: Opipramoldíhydrochlorid) in der Dosis 1-0-1 verwenden.

Arzttermin vom 07.06.2001:
Bereits in den letzten 2 Wochen hatte ich schon das Gefühl, einem Schub ausgesetzt zu sein. Da jedoch die vorherigen Arzttermine keinen eindeutigen Aufschluß darüber bringen konnten, wurde jedes Mal auf eine Cortisongabe verzichtet.
Doch innehalb der letzten Tage verspürte ich neue Taubheitsgefühle z.B. in den Fingerspitzen und Fußzehen, die am Mittwoch sogar mit einem tauben linken Bein und Humpel (hinterherziehen) endeten.
Daraufhin hatte ich am 07. bei meinem Neuro angerufen und der Schwester die Probleme kurz geschildert. Da der Arzt jedoch im Urlaub war, setzte sie sich telefonisch mit ihm in Verbindung, warauf er sein ok für 3 Infusionen 500mg Urbason gab.

Arzttermin vom 12.06.2001:
Der Urlaub meines Arztes war schließlich vorbei und es wurde der Nutzen der Infusion kontrolliert. Bis auf ein (wie immer bei Infusionen) verbessertes "geistiges" Denken, konnten leider keine Besserungen wahrgenommen werden.

Arzttermin vom 06.11.2001:
Informationsgespräch über die Nebenwirkungen von Copaxone und meiner eher "Labilen" Stimmungsschwankungen, die durch verschiedene Umstände schlecht beizukommen ist. Deshalb wird mit einem erneuten Ansatz durch Insidon versucht, die Lage etwas zu mildern.

Arzttermin vom 12.06.2002:
Aufgrund von erheblich verstärkt auftretenden alten Symptomen, wurde eine Stoßtherapie mit 3x500 mg durchgeführt.

Nebenwirkungen: Schluckauf, Schmerzen in den Beinen, Kopfschmerzen, Vollmondgesicht etc.
Wirkung: gesteigerte geistige Leistungsfähigkeit, ansonsten keine.
Fazit: mit Ruhe, mehr Schlaf und mögl. Insidion wäre das gleiche Resultat erzielt worden.

Symptom vom 06.06.2003:
Bei drückender außen Hitze: im Wellenbad mit meiner Tochter auf dem Arm konnte ich meine Füße nicht mehr spüren, als ich gerade in die Wellen laufen wollte.

Arzttermin vom 25.11.2003:
Aufgrund von erneut auftretenden alten Symptomen, vermischt mit erheblich verstärkt wirkenden Symptomen*, wurde eine Stoßtherapie mit 3x500 mg (Urbason) durchgeführt und die regelmäßige Anwendung von Copaxone (nach kurzen Pausen) wieder verstärkt ins Auge gefaßt(ohne nachläßigkeiten!).
* Gefühllosigkeit und Schwäche in beiden Beinen, Konzentration und Merkfähigkeit, Schlaflosigkeit und Unruhe.
Zudem wollte ich nochmals Insidon erhalten, was mir mein Neurologe jedoch absprach und **Opipramol-neuraxpharm 100mg (½ Tablette tägl.) nahelegte und verschrieb.

Nebenwirkungen: nur leichte Schmerzen in den Beinen, Vollmondgesicht, gesteigerte Trägkeit der ganzen Körpers.
Wirkung: gesteigerte geistige Leistungsfähigkeit, mehr Energie und Leistungsbereitschaft, Kraftlosigkeit und Gefühlsstörungen in den Beinen nah ab.
Fazit: Anwendung war gerechtfertigt.

**Nebenwirkungen: Hautausschlag und vermehrt auftretende leichte Kopfschmerzen(?)
**Wirkung: Innerlich lockerer eingestellt.
**Fazit: gewünschte Wirkung, jedoch aufgrund der Nebenwirkungen bevorzuge ich Insidon, was beim nächsten Termin auch zum Gespäch kommen wird.

Arzttermin vom 18.03.2004:
4 Stunden im Wartezimmer (zwar mit Lektüen eingedeckt, macht aber dann auch ziemlich mürbe) und anschließender Verschreibung, Wechsel auf Insidon. Start mit Insidon 100 mg/tgl. ½ Tablette am 24.03.04.

Nebenwirkungen:
Wirkung: Nach 5 Tagen noch ohne Wirkung, nur sehr langsames Einsetzen.
Fazit: War mit Opipramol-neuraxpharm effektivere Wirkung!

Spritzen von COP am 23.04.2004:
Einstichstelle re. Oberschenkel, nach dem herausziehen der Nadel (Autoject2) floß wieder einiges an Blut. Das Resultat war neben einer geringen Atmung und Schweißausbruch dieses mal auch noch enorme Schmerzen im Rücken. Ein Gefühl, als ob 1ooo Nadeln ständig in den Rücken treten würden. Selbst verschiedene Haltungswechsel brachten keine Erlößung. Nach ca. 1 Std. war diese schmerzhafte Erfahrung vorbei.

Arzttermin vom 07.10.2004:
Allgemeines Gespräch über Veränderungen, Anwendung von Copaxone und Insidon.

Arzttermin vom 26.10.2004:
An diesem Tag hatte ich meine erste Sehstörung. Ein beliebig anvisierter Punkt wurde nur noch zu etwas mehr als die Hälfe angezeigt. Das Ziffernblatt einer war in dem Bereich von 7-11 Uhr nicht mehr erkennbar und mit einem weißen Schleier überzogen.

Nach bereits sehr kurzer Zeit hatte ich in etwa einen Tunnelblick mit beiden Augen, durch eine große Elipse schauend. Die Gegenstände außerhalb dieser Elipse waren sehr verzerrt erkennbar, in etwa so wie das Spiegelbild auf einem leicht welligen Wasser.

Anschließend folgten ab dem 27.10. 3x1000 mg Cortison (Urbason).

Arzttermin vom 04.04.2005:
Abbruch Copaxone, Konzentrationsprobleme, leichte Fußherberschwäche?, Absprache zu neuem Therapieversuch mit LDN.

 

Arzttermin vom 04.05.2005:
Anzeichen eines Schubes, mit Gefühlsprobleme im linken (Neu!) und rechten Fuß, Beine, Gesicht und beider Hände. 3x1000 mg Cortison (Urbason) und erneuter Start mit Insidon 100 mg/tgl. ½ Tablette am 05.05.2005.

Nebenwirkungen: Schluckauf, Schmerzen in den Beinen, Kopfschmerzen, Vollmondgesicht etc.
Wirkung: keine merklich Besserung! Die noch nach Tagen auffallenden Wirkungen der sonstigen Infusionen waren nicht zu bemerken und auch dieses aufgedrehte Gefühl und Ruhelosigkeit (selbst Nachts) waren fehl am Platze.
Fazit: so schnell keine Infusion mehr, nur bei 100% merkbaren Anzeichen eines Schubes.

Arzttermin vom 13.05.2005:
Besprechung des Infusions-Erfolges und erneutes Thema LDN.

Arzttermin vom 22.06.2005:
Rezept ausgestellt für Nemexin zum Selbstversuch mit 3 mg tgl. (LDN) und Verlaufskontrolle durch neues MRT.

Termin vom 11.07.2005:
???

Erwähnenswertes, in der Zeit vom 25./26.01.2006
wurde bis heute das Rauchen eingestellt. Mein Durchschnitt lag bei ca. 20-25 Zigaretten am Tag.

Erwähnenswertes, in der Zeit vom 26.06.-14.07.2006
wurden meine Zähne in 4 Behandlungen saniert und dabei alle Amalgamfüllungen durch Kunststoff ersetzt. Auf eine Entgiftund bzw. Ausleitung habe ich jedoch bislang lieber verzichtet.

Arzttermin vom 09.11.2006:
Taubes Gefühl im rechten Arm bis Elebogen und re. Fuss bis zum Knie. Mein Wunsch war es die Therapie mit 3x1000 mg Kortison (Urbason) zu beginnen. 1. am Freitag, 2./3. am Sa. und So. bei Notfalldienst. Ist scheinbar bei mir schon standart, dass es immer ins Wochenende fällt, womit es noch teurer wird.

Neues Symptom? 20.12.2006:
Pelziges Gefühl in den Lippen, als ob der Zahnarzt betäubt hätte.

05.11.2008:
Zahnarzt, Wurzelbehandlung an Zahn Nr. 12 (nach internationalen Zahnschema).

........ sollte sich etwas neues ergeben, werde ich es Euch weiterhin hier mitteilen!

Letzte Änderung am: 12.07.2010

© 2000 - Feb. 2012, Andreas Mautschke

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