S

Sagital
In eine Richtung laufend (entweder von Vorne nach Hinten oder umgekehrt).

Sagitalebene

Sakkade
Eine ruckartige Bewegung.

Sakkadiert
Ausdruck für ruckartig oder unterbrochen (z.B. sakkadierte Blickfolge).

Sakral
Betrifft den Kreuzbeinbereich.

Salivation
Der Speichelfuß.

Saponine
Die Saponine ist eine in vielen Pflanzen vorkommende, seifenartige und organische Verbindung.

Sarkoidose
Die Sarkoidose ist eine entzündliche Krankheit, wobei knötchenförmige Krankheitsherde in vielen Organen vorhanden sind (z.B. Neurosarkoidose).

Sauerstofftherapie
Hier wird eine Behandlung mit Sauerstoff durchgeführt (siehe auch Ozontherapie).

s.c.
"s.c." ist die Abkürzung für "subkutan". Übersetzt bedeutet dies, die Einbringung des Medikamentes (z.B. Rebif®) erfolgt durch eine Spritze direkt unter die Haut.

Schachbrettmuster
Das Schachbrettmuster wird am meisten bei den VEP-Untersuchungen eingesetzt. Das abwechselnde Muster des Schachbrettes (von weiß aus schwarz und ungekehrt), wird als Reiz für die Augen empfunden, der wiederum abgeleitet und gemessen werden kann.
Es handelt sich um eine Untersuchung bei welcher lediglich Ströme abgeleitet werden. Da der Wechsel des Schachbrettmusters mit dem Aufzeichnungsgerät verbunden ist kann man auf Grund der Zeitdifferenz von Wechsel bis Auftreten des Potentials genau ablesen ob eine Leitungsverzögerung als Hinweis für eine Myelinschädigung ein Leitungsblock als Hinweis für eine kombinierte das Axon wie die Myelinscheide betreffende Läsion (akuter Schub) vorliegt. Eine Schädigung der Sehnerven oder des Auges ist absolut unmöglich , ähnlich wie eine Herzschädigung bei Ableitung des EKG.

Schädelbasis
Als Schädelbasis wird die knöcherne Unterseite des Schädels (Foramina) bezeichnet.

Schädel-Hirn-Trauma
SHT (Kurzbezeichnung) ist ein Sammelbegriff für Verletzungen des Kopfes mit Beteiligung des Gehirns (wie z.B. bei Gehirnerschütterung, -quetschung oder -prellung).

Schaltung
Als Schaltung (en) werden in der Medizin diverse Kabelverbindungen, wie sie z.B. bei den evozierten Potenzialen oder beim EEG vorkommt.

Schilder-Syndrom
Das Schildersyndrom (eine andere Bezeichnung für Encephalitis periaxialis diffusa) ist eine weitere, wahrscheinliche Sonderform der MS. 

Schizophrenien
Die Schizophrenie ist eine Geisteskrankheit, die überwiegend im jugendlichen Alter entstehen kann. Sie äußert sich durch den Zerfall der geistigen Persönlichkeit, Gemüts- und Willensstörungen, Wahnbildungen, Sinnestäuschungen und Erregungszuständen.

Schläfenlappen
Die Schläfenlappen sind Gehirnteile, die in der Schläfenregion (siehe Bild * ) liegen.

Schlaffheit
Die Schlaffheit geht mit einer Spannungsverminderung einher (oft auch mit einer starken Müdigkeit).

Schlaganfall
Ein Schlaganfall tritt plötzlich und völlig unerwartet auf. Durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn können als Krankheitsbilder Störungen, wie Lähmungen und Aphasien auftreten.

Schleier
Aufgrund von Retrobulbär- oder Optikusneuritis können Sehstörungen in Form des Sehens wie durch einen Schleier oder eines Milchglases auftreten.

Schnauzreflex
Der Schnauzreflex gehört zu der Gruppe der Primitivreflexe. Hierbei wird anhand eines auf die Lippen aufgelegten Spatels ein Reflex des Mundes ausgelöst, der sich zu einer Art "Schnauzenbildung" formt.

Schrankenfunktion
Die Bezeichnung der Tätigkeit der Blut-Hirn-Schranken (BHS). Sie sind nichts weiter als Zellmembranen. Sie trennen den Blutkreislauf oder den Übertritt von Eiweißstoffen in das Liquor.

Schrankenstörung
Eine Schädigung dieser Schranken hat schlimme Folgen. Fremdstoffe können in das Liquor eindringen, die dort nichts verloren haben. Dazu gehören auch Zellen unseres Immunsystems die dann eine autoimmune Reaktion hervorrufen, da sie das Myelin nicht kennen und für "fremd" halten. Also vernichten sie es. Die Folgen sind bekannt. Für viele Ärzte ist es klar, daß bei MS Patienten eine Schädigung der Schranken vorliegen muß.

Schub
  1. was genau ist ein Schub?
    Man spricht von einem Schub, wenn Beschwerden (neue oder wiederauftretende nach längerer Zeit) plötzlich auftreten und diese mindesten 24 Stunden anhalten.
  2. wie lange dauert ein Schub?
    Das läßt sich nicht genau vorher sehen. Die Auswirkungen eines Schubes können (grob beschrieben):
    1. bereits am nächsten Tag nicht mehr spürbar sein oder sich langsam aber vollständig zurückbilden (man spricht hier von einem benignen Verlauf),
    2. sich langsam etwas aber nicht vollständig zurückbilden (schubförmige Verlauf)
    3. die Störungen bilden sich nicht mehr zurück (chronisch progredienter Verlauf).

Schubförmiger Verlauf
Bei mehreren Schüben, die sich jeweils vollständig (siehe Bild a) oder teilweise (siehe Bild b) zurückbilden, spricht man von einem schubförmigen Verlauf. Dieser ist bei etwa 20% der Betroffenen zu beobachten, wobei bei drei Viertel innerhalb von fünf Jahren ein neuer Schub zu erwarten ist, und es zwischen den Schüben nicht zu Verschlechterungen kommt.

Schubfrequenz
Die Schubfrequenz drückt die Häufigkeit des Auslösens, Auftretens bzw. Erscheinen von Schüben aus.

Schubreduktion
Die Schubreduktion drückt eine mögliche oder die mögliche Verminderung der Schubfrequenz aus.

Schumacher-Kriterien
Diese Kriterien wurden damals (in den 60iger-Jahren) zur Diagnostik der MS ins Leben gerufen und später durch die Poser-Kriterien überholt.

Schwerbehindertenausweis
Bei dem Schwerbehindertenausweis gibt es noch diverse Kennzeichen, nachdem sich auch der Grad der Behinderung (GdB9 richtet.
  • "H" steht für hilfebedürftig
  • "B" für ständige Begleitung

Schwermut

Sclerose en plaques
So lautet die übliche Bezeichnung für MS in Frankreich (mit Plaques einhergehende Sklerose).

Screening
Beinhaltet die Suchdiagnostik.

Sedativum
Das Sedativum ist ein Medikament zum Ruhigstellen bzw. Müde machen, Sedativa sind eine Gruppe von Medikamenten, die den gleichen Vorgang auswirken.

sedierend
Beruhigend bzw. Müde machen.

sedierung
Eine müde machende Ruhigstellung, die Mittels Medikament (Sedativa) hervorgerufen werden soll.

Segmente
Das Segment wird von einem Kurvenbogen und einer Geraden begrenzendes Flächenstück bemessen.

Segment des Rückenmarks
Bezugnehmend auf die Anzahl der Wirbelkörper in jedem Abschnitt des Rückenmarks.
  • Halsmark (für Hals und Arme sind es 8 Segmente)
  • Brustmark (für Bauch und Brustkorb sind es 12 Segmente)
  • Lendenmark (für die Beine sind es 5 Segmente)
  • Sakralmark (für die Darm, Blase, Sexualfunktion und Gesäß sind es ebenfalls 5 Segmente).

Sehbahn
Die Sehbahn ist die Verlaufsstrecke von der Netzhaut des Auges, durch das Gehirn bis hin zur Sehrinde am Hinterkopf gehend. Eine Störung der Sehbahn mit den dazu gehörigen Nervenzellen kommt bei der MS häufiger vor.

Sehen
Ein Sehen erfolgt durch die Aufnahme von Lichtreizen durch die Augen und einer weiteren Verarbeitung dieser Reize im Gehirn durch zu Gesichtswahrnehmungen. Die Lichtstrahlen werden durch Hornhaut, Linse und Glaskörper so gebrochen, daß auf der Netzhaut ein umgekehrtes reelles Bild entsteht und die Iris den Strahlengang durch Zusammenziehen der Pupille abblendet. Um das Auge auf verschiedene Entfernungen Scharf zu stellen, ändert sich die Linsenkrümmung (Akkommodation).

Sehnen
Die Sehne besteht aus zugfesten Bindegewebsfasern zwischen Knochen und Muskeln.

Sehnenscheide
Die Sehnenscheide ist eine bindegewebige Hülle, in der die Sehne gleitet. Bei einer Überanstrengung oder durch Eitererreger kann eine Sehnenscheidenentzündung entstehen.

Sehnenreflex
Der Muskeleigenreflex.

Sehnerv
Der Sehnerv ist der erste der paarigen Gehirnnerven und seine Fasern enden in der Sehrinde des Hinterhauptlappens.

Sehnervenende
Der Sehnerv endet im Bereich der Hinterhauptlappen.

Sehnervenentzündung
Eine Entzündung des Sehnerven wirkt sich im Bereich des zentralen Sehens immer am deutlichsten aus und dort sind auch die Fasern für das Farbensehen. Die Sehverschlechterung von MS Patienten fängt eigentlich immer damit an, daß die Farben nicht mehr so leuchtend und blasser oder grauer empfunden werden. Bei einer Sehnervenentzündung ist weiterhin Cortison das Mittel der ersten Wahl.

Sehnervenpapille
Die Papille, wird z.B. bei einer Augenspiegelung untersucht. Sie ist die Austrittsstelle des Sehnervs aus der Netzhaut.

Sehschärfe
Damit ist das Auflösungsvermögen der Netzhaut des Auges gemeint. Geprüft wird die Sehschärfe durch Zahlen, Bilder und Buchstaben, die über verschiedene Entfernungen erkannt werden müssen.

Sehstörungen
Auftretende Sehstörungen können bei einer MS jederzeit mit einem Schub in Verbindung stehen. Als Mittel der ersten Wahl, steht hier allerdings nur Cortison dagegen an.

Sektion
Eine Sektion (Leichenschau) betrifft die Untersuchung und Entnahme von Gewebeproben bzw. Organen bei Verstorbenen.

Sekundär
Steht für hinterher (in zweiter Linie) bzw. nachfolgend (nach- oder untergeordnet).

Sekundär-chronisch-progrdienter Verlauf
Siehe unter chronisch-progrediente Verlaufsformen.

Selbsthilfegruppe
Selbsthilfegruppen werden von Betroffenen oder deren Angehörigen die einer ganz bestimmten Krankheit  (z.B. MS, Aids, Krebs uvm.) zugeordnet werden, gegründet. Vorwiegend wird das Ziel über die Aufklärung der Krankheit, zum Erfahrungsaustausch und gegenseitiger Unterstützung zugewiesen. Selbsthilfegruppen für MS findet man z.B. auf meiner Linksammlung unter offizielle Links über MS.

Selbstwertgefühl
Bei MS-Betroffenen ist das eigene Selbstwertgefühl oft stark vermindert (d.h., die Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit und Bedeutung werden oftmals selber "runter gebuttert".

Selektion
Die Auslese oder Auswahl.

Selektiv
Nur einen Teil betreffend oder etwas gezielt umschriebenes.

Semi ...
Die Vorsilbe für "halb...".

Sensi ...
Die Empfindsamkeit oder Empfindlichkeit betreffend.

Sensibel
Betrifft die Wahrnehmungen für Temperaturen, Schmerzen und Berührungsreize (auch seelische und psychische Empfindungen).

Sensibilisierung
Dahinter verbirgt sich ein Immunisierungsvorgang bzw. Allergisierung.

Sensibilität
Betrifft die Wahrnehmungen für Temperaturen, Schmerzen und Berührungsreize (spitz, stumpf, heiß und kalt usw. sowie auch für seelische und psychische Empfindungen.

Sensible Ataxie
Aufgrund einer gestörten Sensibilität (z.B. Lagesinn) auf die Ataxie auswirkend.

Sensibles Neuron
Diese sind für die Gefühlswahrnehmung die zuständigen Nervenzellen.

Sensitivität
Die Erkennung der Empfindlichkeit für Auffälligkeiten (z.B. bei Test- oder Untersuchungsverfahren).

Sensorisch
Betrifft die Sinneswahrnehmungen.

Sensorische Aphasie
Hierbei ist das Sprachverständnis gestört.

Sensorische Funktionen
Hiermit sind die Sinnesfunktionen gemeint.

SEP
Bei den S (somatosensibel) E (evozierte) P ( Potenziale) können Erkenntnisse über die Gefühlsbahnen gewonnen werden (siehe auch unter evozierte Potentiale).
Die somatosensibel evozierten Potentiale (SEP) überprüfen die Übermittlung von Gefühlswahrnehmungen an das Gehirn über die Nervenbahnen von Armen und Beinen sowie im Rückenmark, die durch kurze elektrische Reize an Armen oder Beinen hervorgerufen werden können. Die Antwortpotentiale können sowohl über dem Wirbelkanal als auch an der Kopfoberfläche gemessen werden. Typische SEP-Veränderungen bei der MS bestehen wie bei den anderen evozierten Potentialen in erster Linie in Latenzverlängerungen.

Sepsis
Dahinter verbirgt sich eine Blutvergiftung.

Sequentiell
Beschreibender Ausdruck für etwas "in ununterbrochener Folge" geschendes.

Serum
Das Serum ist ein wässriger und ungerinnbarer Bestandteil von Körperflüssigkeiten (z.B. das Blutserum).

Sexuelle Störungen
Aufgrund von Störungen im zentralen und autonomen Nervensystem können auch sexuelle Störungen auftreten. Die Erektions- und Ejakulationsfähigkeit beim Mann und Orgasmusfähigkeit bei der Frau können davon betroffen sein. Häufig sind die Ursachen dafür auf die Psyche zurückzuführen. Sexuelle Probleme in Partnerschaften gibt es nicht erst seit dem es die MS gibt, sondern schon viel länger. Auch so manche gesunde Männer und Frauen leiden unter diesen Problemen, daher ist es sehr wichtig mit dem Partner Offen und Ehrlich über die Schwierigkeiten zu reden. Selbst in Zeiten wie dieser, wird daß häufig noch als Tabuthema angesehen. Man sollte versuchen sich dem Partner zu öffnen, wenn nötig sogar eine dritte, neutralen Person hinzunehmen.

Signifikant
Bedeutend oder bezeichnend (meist für rechnerische, statistische signifikante Studien- und Anwendungsbeobachtungen verwendet, die nicht durch Zufallseinflüssen verfälscht werden).

Signifikanz
Die Bedeutsamkeit, (meist für rechnerische, statistische von Zufallsschwankungen abgrenzbare Unterschiede verwendet).

Simulant
Der Scheinkranke, besticht durch das Vortäuschen z.B. einer Krankheit.

Simulation
Nachahmung und Vortäuschung.

Simulieren
Nachmachen, z.B. einen Stoff imitieren.

Simultan
Gleichzeitig

Singultus
Der Schluckauf.

Sinneswahrnehmungen
Riechen, Sehen, Hören und Schmecken.

sistieren
Aufhören oder enden.

Sjögren-Syndrom
Das Sjögren-Syndrom weist eine seltsame Bindegewebskrankheit auf, die auch zu ähnlichen Symptomen wie eine MS führen kann.

Skandieren
Das Lesen oder Sprechen von Versen, wobei die Betonung stark erhoben wird.

Skandierende Sprache
Dahinter versteht man eine abgehackte Sprache, bei der Wortteile (sogar einzeln nach Silben) getrennt und voneinander abgesetzt skandiert werden.

Skelett
Das menschliche Skelett (siehe Bild * ).

Sklerose
Verhärtung von Zell- und Nervengewebe, nach Narbiger "Abheilung".

Skotom
Störung oder Ausfall von einem Teil des Gesichtsfeldes.

slow Virus
Der Begriff stammt aus dem englischen und bedeutet übersetzt "langsamer Virus". Wird unter anderem auch für die Entstehung der MS in Erwägung gezogen, durch eine sehr lange Inkubationszeit.

Somatisch
Körperlich.

Somatoform
Durch körperliches Erscheinen, aber auf seelische Ursachen zurückführend.

Somatomotorisch
Betrifft die motorische Hirnrinde.

Somatosensibel
Betrifft die sensible Hirnrinde bzw. die Schmerz-, Berührungs- und Temperaturwahrnehmungen.

Somatosensibel evozierte Potentiale
Bei einer SEP werden über Nervengeflechte, dem Rückenmark sowie der Kopfhaut mit elektrischen Verstärkern nach vielfacher Mitteilung dargestellte Folgen von Spannungsdifferenzen eines EEG's abgeleitet und der Gefühlsbahn zugeordnet,

Somatosensorisch
Betrifft die Sinneswahrnehmungen bzw. die entsprechenden Hirnabschnitte.

Somnolent
Krankhaft schläfrig oder benommen.

Somnolenz
Krankhafte Schläfrigkeit oder Benommenheit.

Sondennahrung
Die Sondennahrung ist eine Flüssigkeitsnahrung, die bereits alle lebenswichtigen Stoffe enthält.

Sonnengeflecht
Der Plexus solaris ist ein großes Geflecht von Nervenknoten des vegetativen Nervensystem dicht unterhalb des Zwerchfells auf der Vorderseite der Hauptschlagader angeordnet. Er steht mit den Nerven aller Bauchorgane in Verbindung.

Sonnenlicht
Die Bestrahlung mit dem Sonnenlicht steigert u.a. das Wohlbefinden und die Durchblutung. Es wirkt sich positiv auf das vegetative Nervensystem aus und wirkt stärkend auf die allgemeine Kräftigung. Biologisch wertvoll ist der ultraviolette Teil des Sonnenlichtes.

Sonodynator
Der Sonodynator ist ein Ultraschallgerät, welches zur Behandlung von verspannter Muskulatur eingesetzt wird.

Sonographie
Die Restharnsonographie wird eingesetzt, um Blasenentleerungsstörungen festzustellen. Der Patient muß vor der Untersuchung versuchen, seine Blase restlos zu entleeren und wie der Name "Restharn" schon sagt, wird der übergebliebene Harn in der Blase festgestellt. Die Untersuchungsmethode ähnelt weitestgehend einer Ultraschalluntersuchung. Sie ist also völlig Schmerzfrei und ohne Risiken anzusehen.

Sozial
Betrifft die Gesellschaftsordnung und ist im allg. gemeinschaftsfördernd

Sozialamt

Sozialarbeit
Betreuung und Beratung von bestimmten Zielgruppen und Gesellschaftsklassen, die mit sozialen Problemen zu kämpfen haben (wie z.B. Hilfestellung beim Umgang mit Behörden oder Änderungen der wichtigsten Lebensgewohnheiten).

Sozialhilfe

Spasmolyse
Betrifft die Auflösung von Spasmen.

Spasmolytisch
Spasmen auflösend.

Spasmus
Bei einem Spasmus (Mehrzahl Spasmen) liegt eine erhöhte Spannung bzw. Verkrampfung der Muskeln (Arme und Beine wie auch Blasen- und Darmmuskeln) vor.

Spastik
Dem Steifheitsgefühl der Betroffenen entspricht bei der ärztlichen Untersuchung neben einer Parese oder Lähmung oft auch eine sog. Spastik. Damit wird eine Verknüpfung mehrerer Zeichen zusammengefasst:
  • Lähmung aufgrund einer Schädigung im ZNS
  • federnd erhöhte Muskelspannung (Tonus)
  • abnorm gesteigerte Reflexe, siehe Achillessehnen-Reflex
  • sonstige sogenannte Pyramidenbahnzeichen, siehe Babinski-Zeichen.
Bei starker Spastik kann es auch zu unwillkürlichen Bewegungen der Beine kommen, die als sog. spinale Automatismen bezeichnet werden. Sie treten besonders häufig nachts im Bett auf und sind sehr unangenehm.
Bei etwa ein Viertel bis ein Drittel aller MS-Betroffenen entwickelt im Verlauf der Krankheit Sprechstörungen. Das Sprechen ist eine sehr komplizierte motorische Leistung mit fein aufeinander abgestimmtem Gebrauch verschiedener Muskeln im Mund-, Hals- und Brustbereich. Sprechstörungen bestehen am häufigsten in einem als Dysarthrie bezeichneten undeutlichen, »verwaschenen« Sprechen oder »Nuscheln«. Relativ selten kommt es zu einem »abgehackten«, an falschen Stellen durch Pausen unterbrochenen Sprechen, bei dem Wortteile getrennt und im Extremfall die Silben einzeln und voneinander abgesetzt »skandiert« werden. Störungen der Stimmbildung wie rauhes oder heiseres Sprechen werden als Dysphonie bezeichnet.

spastisch
Geht mit einer vermehrten Spastik einher.

spastische Lähmung
Aufgetretene Lähmung, die auf eine Schädigung des ZNS zurück zuführen ist.

Spezifisch
Wesentlich bzw. kennzeichnend.

Spezifität
Die eintreffende oder angestrebte Sicherheit, krankhafte Befunde auch als tatsächlich vorhanden abzusichern.

Sphincter
Der Schließmuskel (z.B. des Enddarms), auch als Sphinkter bezeichnet.

Spinal
Die Wirbelsäule (spinadorsi) oder das Rückenmark betreffend.

Spinalanästhesie

Spinale Automatismen
Spinale Automatismen können bei einer MS aufgrund von entzündlichen Herden im Bereich der Rückenmarksebene auftreten.

Spinozerebellär
Betrifft das Kleinhirn und Rückenmark.

Spontan
Aus eigenem Antrieb oder rasch einer Eingebung folgend.

Spontanität
Einer spontanen Handlungsweise folgend.

Spontannystagmus
Ein von selber auftretender Nystagmus.

Sporadisch
Gelegentlich und isoliert auftretend.

Sprachlabor
Wird als Hilfsmittel des Sprachunterrichts verwendet, wobei der "Schüler" mittels akustischer und optischer Darbietungen sich selbst prüfen kann.

Sprachlehre
Die Sprachlehre (Grammatik) enthält die Regeln für den richtigen Gebrauch einer Sprache.

Sprachproduktion
Der linke hintere Stirnlappen ist für die Sprachproduktion zuständig.

Sprachstörungen
Beeinträchtigung der Sprechfähigkeit.

Sprachverständnis
Der linke, hintere Schläfenlappen ist für das Sprachverständnis verantwortlich.

Sprachzentrum
Hier sind die zuständigen Teile für die Sprache enthalten, wie den hinteren linken Schläfenlappen für das Sprachverständnis und im hinteren linken Stirnlappen für die Sprachproduktion.

Spurenelemente
Spurenelemente sind Nährstoffe, die nur in kleinsten Mengen benötigt werden, z.B. Jod, Kupfer oder Fluor. Bei Mangel an Spurenelementen kann es zu Störungen im Stoffwechsel kommen. Durch Jodmangel kann ein Kropf entstehen, eine unzureichende Fluorversorgung erhöht die Kariesgefahr.

Sputum
Ein Auswurf.

Stadium
Wird bei Krankheiten verwendet, um einen zeitlichen Verlauf darzustellen (z.B. Endstadium).

Stärke
Stärke ist das wichtigste pflanzliche Kohlenhydrat. Hauptquellen sind Getreideprodukte und Kartoffeln. Während der Verdauung wird die Stärke in Traubenzucker (Glucose) aufgespalten. Der Traubenzucker wird dann vom Blut aufgenommen, in die Körperzellen transportiert und dort als Energie verbrannt.

Stammzelle
Die Stammzelle ist die Ausgangszelle für alle anderen Zellen (z.B. des Immunsystems).

Standataxie
Hier liegt ein schwanken im Stehen (Unsicherheit der Körperhaltung) vor.

Stationär

Statistisch
Aufgrund von Wahrscheinlichkeitsrechnungen erwarteter rechnerischer Wert.

Status
Der Stand oder Zustand.

Stauungspapille
Bei Erhöhung des Hirndrucks entsteht diese Verwölbung der Sehnervenpapille in Richtung des Augeninneren.

Stehbrett
Ein Stehbrett ist dann sinnvoll, wenn in den Beinen noch eine gewisse Spastik herrscht. Man stehst dabei mit den Füßen in einer Fußschale und die Stehkraft wird durch Fixation der Kniegelenke und des Beckens gewährleistet. Der Vorteil eines Stehbrettes ist, daß man sich nicht mehr um den Stand kümmern muß und die Arme frei hat. Da in Armhöhe eine relativ große und allseits auch in der Neigung verstellbare Ablagefläche vorhanden ist, kann man beliebiges draufstellen oder sonst dadurch arbeiten.

Stereo
Stammt aus dem griechischen und steht für "fest, körperlich oder raum...".

Stereognosie
Die Fähigkeit durch alleiniges Ertasten bei geschlossenen Augen von Form, Wesen und Konsistenz eines beliebigen Gegenstandes.

Stereotyp
Gleichbleibend oder gleichförmig.

Steroide
Die Steroide sind eine umfangreiche Gruppe von natürlich oder künstlich hergestellten, organischen Verbindungen (mehr als 100.000) mit mannigfacher Wirkung, darunter Sexual- und Nebennierenhormone, Vitamin D, Gallensäure, Saponine und Herzgifte.

Stickstoffmonoxid
Durch die Stickstoff-Sauerstoff-Verbindung wirkt das Stickstoffmonoxid (NO) als sehr zellschädigend.

Stimulation
Eine Anregung bzw. Reizung.

Stimulieren
Anregen (z.B. das Immunsystem) und Reizen (z.B. durch elektrischen Strom).

Stoffwechsel
Stoffwechsel bezeichnet alle chemischen Abläufe im Körper, z.B. die Umwandlung von Nahrung in kleinste Teile und ihre Verwertung.

Stoßtherapie
Die Stoßtherapie wird über eine Dauer von 3 bis 4 Wochen, mit z.B. einer Dosierung von 100 bis 150 mg Prednisolon über 2 - 3 Tage behandelt und danach mit langsam abfallender Dosierung über mehrere Wochen wieder abgesetzt.

Strabismus_convergens
Ein Schielen nach Innen (Einwärtsschielen).

Strabismus_divergens
Ein Schielen nach Außen (Auswärtsschielen).

Stress
Stress läßt sich in zwei verschiedene Arten unterteilen.
  1. Distreß (schädlicher Streß, wächst einen über den Kopf raus und wird als viel zu viel empfunden).
  2. Eustreß (guter Streß, wird als angenehm empfunden).

Strichgang
Das gehen auf einer Linie wird als Strichgang bezeichnet, wenn man die Ferse des einen Fußes vor die Spitze des anderen stellt.

Studie
Eine Untersuchung kann im weiteren Sinne als Studie bezeichnet werden.

sub...
Die Vorsilbe für "unter".

subependymal
Liegt unter dem Ependym.

subjektiv
Persönlich, unsachlich und voreingenommen.

subjektive Beschwerden
Die Beschwerden des Patienten bzw. des Betroffenen können Aufgrund von Untersuchungsergebnissen und objektiven Beobachtungen des Arztes nicht festgestellt oder erkannt werden. Der Arzt muß sich hierbei voll und ganz nach den Angaben des Patienten richten.

subklinisch
Die Beschwerden des Patienten bzw. des Betroffenen können nur Aufgrund von Untersuchungsergebnissen (z.B. Röntgen) festgestellt und erkannt werden, weil sie "unmerklich" auftreten.

subkortikal
Liegt unterhalb der Hirnrinde.

subkutan
siehe unter s. c.

Substanz
Den Stoff bzw. die Masse oder das wesentliche (wichtige) einer Angelegenheit betreffend.

Substrat
Keimboden, Grundlage oder Unterschicht.

substituieren
Hierbei wird etwas ersetzt (z.B. ein Medikament durch ein anderes).

subsumieren
Einbegreifen, Ein- oder Unterordnen.

Suizid
Selbstmord

Suizidal
Selbstmordgefährdet

Suizidalität
Eine vorliegende, erhöhte Selbstmordgefährdung (während eine Interferonbehandlung).

Sulcus
Damit sind die Furchen gemeint, die die verschiedenen Lappen im Gehirn trennen.

Sup...

Suppressorzelle
Die Suppressorzelle ist ein T-Lymphozyt, welches die Antigene und Antikörperreaktionen schwächt. Sie wird auch als Unterdrückerzelle bezeichnet.

Supprimierung
Hier findet eine Unterdrückung statt (z.B. einer Abwehrreaktion).

Supra
Kommt aus dem lateinischen, steht für "über ..., oberhalb".

Suprapubisch
Über dem Schambein liegend.

Suprapubischer Blasenkatheter
Eine andere Bezeichnung könnte auch der "suprapubischer Fistelkatheter (SFK)" sein. Wird bei ausgeprägten Blasenentleerungsstörungen eingesetzt.

Symmetrisch
Seitengleich.

Sympathie
Kommt aus dem griechischen und heißt übersetzt "Mitleiden".

Sympathikus
Dieser Teil des autonomen - oder vegetativen Nervensystems wirkt dem Parasympathikus entgegen.

sympathische Nervensystem
Das sympathische System arbeitet gewöhnlich als ein koordiniertes Ganzes, bei dessen Aktivierung alle oder fast alle seine Funktionen ins Spiel kommen. Der sympathische Teil tritt immer dann in Aktion, wenn Notfälle auftreten; er wird aktiviert, wenn das Leben einer Person in Gefahr ist, w enn die Person einer großen Anstrengung oder Belastung ausgesetzt ist, und bei Emotionen wie Furcht und Zorn. Im wesentlichen bereitet das System den Körper darauf vor, in Aktion zu treten, dies geschieht durch Erhöhung der Herzfrequenz, ferner, indem es die Leber veranlasst, Zucker auszuschütten, der von den Muskeln gebraucht wird, durch Stimulierung der Adrenalinausschüttung, durch Einstellen der Verdauungsprozesse, damit das Blut in die Muskeln geleitet werden kann.

Sympatholytikum
Diese Stoffe schwächen die Tätigkeit des sympathischen Systems ab.

Sympathomimetikum
Diese Stoffe verstärken die Tätigkeit des sympathischen Systems.

Symptom
Merkmale oder Kennzeichen von Krankheiten (Krankheitszeichen).

Symptomatisch
Betrifft oder ruft bestimmte Krankheitszeichen hervor (nur auf Symptome einwirkend).

Symptomatische Behandlung
Die Behandlung soll nur auf die Symptome, nicht aber auf die Krankheitsursache abgestimmt sein.

Synapse
Die Synapse ist die Kontaktstelle zwischen den einzelnen Nervenzellen, wo die elektrische Erregung durch Transmitter übertragen wird.

Synaptischer Spalt
Enger Spalt an der Kontaktstelle zwischen den einzelnen Nervenzellen.

Syndrom
Das Syndrom kennzeichnet eine Gruppe von gleichzeitig auftretenden Symptomen, die einem bestimmten Krankheitsbild zugeordnet werden können.

Synkope
Aufgrund einer verminderten Gehirndurchblutung kann eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope) auftreten.

Syphilis
Die Syphilis ist wegen ihrer Spätfolgen (im Nervensystem!) die gefährlichste Geschlechtskrankheit, zudem kann sie auch ähnliche Symptome wie eine MS aufweisen. Der Erreger dringt durch feinste Hautabschürfungen , Risse usw. in den Körper ein. Eine Übertragung erfolgt meistens durch Küssen und Geschlechtsverkehr. Die Behandlung wird durch Penicilinpräparate und anderen Antibiotika eingeleitet.

Systemerkrankung

Systemisch
Den ganzen Körper betreffende Erkrankung.

Systemischer Lupus erythematodes
SLE ist eine bis heute, durch ungeklärte Ursachen entstehende, entzündliche Systemerkrankung des Gefäßbindegewebes. Sie kann ähnliche Symptome wie eine MS hervorrufen.

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