RRadikaleDie chemischen Radikale sind bindungsmäßig ungesättigte anorganische und organische, meistens kurzlebige Atomgruppen. Sie sind für sich alleine ungesättigt. Radikalfänger Die Radikalfänger sind chemische Stoffe, welche Radikale binden können. Radikulär Betrifft die Nerven bzw. Nervenwurzeln. Radikulitis Entzündung von Nerven bzw. Nervenwurzeln. Radioaktivität Radioaktivität entsteht durch den Zerfall von Atomkernen. Beim Zerfall treten unterschiedlich gefährlich wirkende Strahlungsarten auf. Randomisiert Hierbei trägt der Zufall die wichtigste Rolle (entschieden durch Zufall). Rapid Rasch Rational Rational drückt eine vernünftige Entscheidung (sachlich angemessen) aus. Raumforderung Hiermit ist ein Krankheitsprozeß beschrieben, bei dem durch Blutungen oder Tumoren das gesunde Gewebe verdrängt wird. Reagibilität Damit ist das Reaktionsvermögen gemeint. reaktive Depression Die Niedergeschlagenheit (Verstimmung), welche nach einem negativen Ereignis oder Schädigung auftritt. Rebif® Rebif® ist ein weiteres Medikamente, das bei der Langzeitbehandlung von MS zur Verfügung stehen. Rebif® wird dreimal pro Woche s.c. (unter die Haut) gespritzt. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich nicht zu den anderen beta-Interferonen. Rectum Damit ist das Enddarm angesprochen. Reduktion Damit ist eine Abnahme oder Verminderung gemeint. Referenz Damit ist die Bezugsquelle oder -größe gemeint. Referenzbereich Damit ist der Bezugsbereich (z.B. von Normalwerten bei Laboruntersuchungen) gemeint. Reflex Als Reflex wird ein unwillkürlich eintretender Körpervorgang bezeichnet, der auf bestimmte Reize auftritt (meistens auch gleichbedeutend für Muskeleigenreflexe). Reflexiv Steht für "zurückwirkend". Reflexsteigerung Das sind abnorm (nicht normal) lebhaft auslösbaren Muskeleigenreflexe. Reflux Mit Reflux wird ein Rückfluß beschrieben Refraktär Ausdruck für etwas, was nicht beeinflußbar oder absolut unempfindlich ist. Regeneration Heilung mit Wiederherstellung und Erneuerung von vorher geschädigten Strukturen. Regenerativ Mit einer Regeneration verbunden. Regenerieren Ausheilen bzw. Erholen. Regionalanästhesie Bei der Regionalanästhesie wird nur ein ganz bestimmter Körperteil betäubt. Rehabilitation (REHA) Mit der REHA, wird eine Wiedereingliederung (z.B. in das Berufsleben, unter Umständen auch in einem neuen Beruf) nach der Heilung bzw. Besserung einer Krankheit eingeleitet. Zuständig für eine Rehabilitätion ist die jeweilige Berufsgenossenschaft. Reiber-Schema Unter dem Reiber-Schema versteht man eine graphische Darstellung des Eiweißbefundes im Liquor unter der Berücksichtigung des Albumins und Immunglobulins G im Liquor und Serum. Reiten siehe unter Hippotherapie. Reizstromtherapie Rekombinant Kommt aus der Gentechnik und bezeichnet eine, aus Bruchstücken mit der entsprechenden Erbinformation, Wiederherstellung. Rekonvaleszenz Die Erholungsphase (z.B. nach Operationen). Rekrutierung Die Gewinnung an Teilnehmern (z.B. für eine neue Medikamenten Studie). Rektal Betrifft den Enddarm. Relax Sich lockern, sich entspannen, nachlassen, sich ausruhen, sich es bequem machen. Relaxationszeit Die Zeit, die zum Entspannen zur Verfügung steht. Relaxieren Das Entspannen. Relevant Wichtig bzw. bedeutend. Relevanz Die Wichtigkeit bzw. Bedeutung einer ganz bestimmten Angelegenheit. Remission Wenn eindeutige Besserungen bzw. Rückbildungen der Krankheitszeichen vorliegen, kann man von einer Remission sprechen. Remittierend Drückt den Krankheitsverlauf mit einer Remission einhergehend aus. Remyelinisierung Nach einer Demyelinisierung kommt es bei einer Remyelinisierung zu Neubildungen von Myelin (siehe auch unter Myelinisierung). Renal Ist auf die Nieren bezogen. Rente (aus Multiple Sklerose - "Eine Einführung" von Wolfgang Weihe) Das Thema "MS und Berufstätigkeit" hat bisher wenig Interesse gefunden. Das ist verwunderlich, da die MS ja gerade eine Erkrankung des jungen und mittleren Erwachsenenalters ist. Man kann davon ausgehen, daß 30% der MS-Kranken im Jahr der Diagnosestellung und 40% im weiteren Verlauf berentet werden, aber immerhin noch knapp 30% nach mehr ls 20 Krankheitsjahren voll oder teilzeitig im Erwerbsleben stehen. Die MS ist eine Krankheit und kein Defekt. Unter arbeitsmedizinischen Aspekten ist zu berücksichtigen, daß die MS eine Krankheit und kein Defekt ist. Damit ist gemeint, daß es sich z.B. bei einer Querschnittsläsion nach einem Motorradunfall um einen relativ stabilen Dauerschaden handelt, bei der MS aber ein dynamisches Krankheitsbild vorliegt, dessen Verlauf nicht sicher abzuschätzen ist und nicht zuletzt davon abhängt, ob jemand sich in seinem Beruf wohl fühlt oder überlastet ist. Wegen des Fatique-Syndroms, das in geringerer oder stärkerer Ausprägung bei keinem MS-Patienten fehlt, ist besonderes Augenmerk auf Umgebungsbedingungen zu richten, wie z.B. die Erleichterung des Weges von der Wohnung zum Arbeitsplatz oder die Müdigkeit, das Arbeitstempo selbst zu bestimmen und bei Bedarf mehrere kurze Pausen einlegen zu können. Auch eine Reizabschirmung (Streßabbau) kann hilfreich sein, wenn jemand z.B. in einem "Durchgangszimmer" arbeitet oder durch ständige Telefonanrufe abgelenkt wird. So bunt wie das Krankheitsgeschehen, so vielfältig sind auch die Auswirkungen auf den Beruf. Das Schwergewicht sollte in der Mehrzahl der Fälle auf berufs- und arbeitsplatzerhaltende Maßnahmen liegen, d.h. auf der Adaptation vorhandener Arbeitsplätze an den jeweiligen Behinderungsgrad. Die Arbeitswelt ist von Gesunden gemacht und oftmals für Kranke viel zu stressbeladen. Um Schwierigkeiten im Bereich der Aufmerksamkeit entgegenzuwirken, ist es beispielsweise sinnvoll,
Die Bestätigungsfähigkeit oder Wiederholbarkeit eines Prozesses bzw. Ablaufes. Residuum Der zurückgebliebene Rest einer vorherigen Schädigung. Resorbieren Ein- oder Aufsaugen. Resorption Beschreibt die Aufnahme gelöster Stoffe aus dem Magen-Darm-Kanal (z.B. eines Medikamentes) die wiederum in die Blutbahn übergehend. Respiration Die Atmung. Respiratorisch Betrifft die Atmung. Restharn Der Urin, der unmittelbar nach dem "Wasserlassen" in der Blase verblieben ist. Restharnbestimmung Hierbei wird die Menge des Restharns durch Katheterisieren oder Ultraschall bestimmt. Restitution Genesung oder Heilung mit Wiederherstellung der vorher geschädigten Funktionen. Restriktion Bezeichnet eine Einschränkung aus. Retrobulbär Bezeichnet etwas, das hinter dem Auge liegt. Retrobulbärneuritis Bei einer Retrobulbärneuritis (RBN) liegt eine Entzündung des Sehnervs hinter dem Auge vor. Retrograd Etwas rückwärts gerichtetes. Retrospektiv Auf etwas rückblickend. Retrospektive Studie Eine rückblickend ausgewertete Untersuchung. Retroviren Die Retroviren sind eine bestimmten Virengruppe, zu der z.B. der HIV-Virus gehört. Reversibel Hier ist etwas rückbildungsfähig bzw. umkehrbar. Reversibilität Die Rückbildungsfähigkeit bzw. Umkehrbarkeit. Rezeptor Der Rezeptor ist die Bindungsstelle für Transmitter, Medikamente und anderen Substanzen an der Oberfläche von Körper- und Nervenzellen. Rezessiv Ausdruck für zurücktretend oder überdeckt. Rezessive Vererbung Bei der rezessiven Vererbung handelt es sich um eine Vererbung von Anlagen, die erst dann zum Tragen gelangt, wenn sie von beiden Elternteilen vererbt wird. Rezidiv Das Wiederauftreten von z.B. Krankheitszeichen (Rückfall). Rezidivierend Geht mit Wiederauftreten von Krankheitszeichen und Rückfällen einher. Rigidität Eine Versteifung (Starre) der Muskulatur. Rigor Hier liegt eine dauernd erhöhte Muskelspannung (Steifigkeit) vor. Risikofaktor Risikofaktoren sind Einflußgrößen, welche ein größeres Vorhanden sein oder die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches für eine Krankheit bzw. Störungen mit sich bringen. Risikofaktoren bei der MS sind Beispielsweise RBN oder das weibliche Geschlecht (siehe Bild * ). Roborierend Stärkend und kräftigend. Romberg Der Romberg-Versuch prüft die Standsicherheit des Patienten. Hierbei steht der Patient mit dicht nebeneinander gestellten Füßen, nach vorne ausgestreckten Armen und geschlossenen Augen vor dem Arzt. Rückenmark Das Rückenmark verläuft vom Gehirn in die Wirbelsäule, somit ist es ein Teil des zentralen Nervensystems. Der in dem Kanal liegende Nervenstrang der Wirbelsäule, befinden sich wichtige Nervenbahnen, die das Gehirn mit dem übrigen Körper verbinden (siehe Querschnittsbild). Rückenmarkhäute Das sind weiche Spinnwebenhäute, die von einer harten Haut umgeben sind. Rückenmarkkrankheiten Das sind Krankheiten, die vorwiegend oder ausschließlich das Rückenmark und seine Höhlen befallen, wie z.B. die multiple Sklerose, Kinderlähmung und Schwindsucht. Rückenmarknerven Die Rückenmarknerven (periphere Nerven) verlassen das Rückenmark jeweils durch die Zwischenlöcher, um zu ihren Erfolgsorganen (Haut und Muskeln) zu gelangen. Rumpf (siehe auch unter Tonus). Rumpfataxie Hier liegt ein Rumpfschwanken (Unsicherheit der Körperhaltung beim sitzen) vor. * Sollte mit diesem Bild eine Verletzung des Copyright vorliegen, so bitte ich um entsprechende Nachricht ! Datum der letzten Änderung: |