PPallästhesienDarunter versteht man Empfindungen, die durch Vibrationen (z.B. einer an dem Knie aufgesetzten Stimmgabel oder dem Vibrationshammer) ausgelöst werden. Pallhypästhesie Es besteht ein Vibrationsempfinden, welches nur schwach oder überhaupt nicht vorhanden ist. Palliativ Palliativ drückt eine Linderung der Krankheitssymptome (Beschwerden) aus, erweist sich jedoch nicht als heilend. Palmomentalreflex Der Palmomentalreflex (PMR), ist eines der umgangssprachlich ausgedrückten Primitivreflexe. Hierbei wird durch Bestreichen oder -klopfen des Kleinfingerballens bzw. Daumens ein gleich- bzw. beidseitiges Zusammenziehen der Kinnmuskulatur hervorgerufen. Panarteritis Die Panarteritis nodosa (Polyateriitis nodosa) ist eine Gefäßerkrankung, bei der das zentrale Nervensystem (ZNS) mit beteiligt ist. Sie kann ähnliche Symptome wie eine MS mit sich bringen. Pandy-Reaktion Durch die Pandy-Reaktion wird ein erhöhter Eiweißgehalt im Liquor nachgewiesen. Sie ist eine schnell durchführbare Untersuchungsmethode und daher aber auch ungenau (nach dem heutigen Stand der Technik). Panzytopenie Eine Verminderung von allen Blutzellen (Beispielsweise durch Nebenwirkungen von Medikamenten). Papille Siehe unter Sehnervenpapille. Papillenabblassung Häufig tritt nach einer Sehnervenentzündung eine wesentliche Abblassung der Pupille auf, die sich häufig temporal nach außen zeigt. Papillenödem Hier liegt eine Anschellung der Papille vor. Papillitis Das ist eine Sehnervenentzündung, wobei der vorderste Anteil des Auges mit beteilig ist. Paraffine Das Paraffin ist ein Gemisch aus festen Kohlenwasserstoffen, die aus Braunkohleteer, Erdwachs und Erdöl durch Destillation gewonnen werden. Es wird Verwendet zur Herstellung von Salben und Kerzen. Parainfektiös Etwas um eine Entzündung herum gehend. Paraklinisch Von paraklinisch spricht man, wenn durch zusätzliche Untersuchungen (z.B. der MRT, AEP, SEP und VEP) die Diagnose gesichert wird. Paralyse Eine Paralyse drückt eine Lähmung oder Schwäche aus. Parameter Eine unterscheidende Konstante in einer Gruppe von gleichartigen Funktionen oder Größen. Paranoia Wahnvorstellung (eine Form der Schizophrenie). Paranoid Ein an Paranoia erkrankter Mensch. Paraparese Lähmung oder Schwäche beider Beine. Paraplegie siehe unter Querschnittslähmung. Paraspastik Eine spastische Lähmung von beiden Beinen. Parasympathikus Der Vagus, dem Sympathikus entgegenwirkender Teil des vegetativen- bzw. autonomen Nervensystem . Parasympatholytikum Ein Stoff, der abschwächend auf das parasympathische System wirkt. Parasympathomimetikum Ein Stoff, der verstärkend auf das parasympathische System wirkt. Paravenös Die Nebenvenen betreffend. Parästhesie Völlig fehlgeleitete Empfindungen, die ganz ohne äußere Reize oder Einwirkungen entstehen können (näheres unter Mißempfindungen). Parenchym Ein Organgewebe. Parenchymschaden Eine Schädigung des Organgewebes. Parenteral Beispielsweise bei der Verabreichung von Medikamenten, die s.c. oder i.m. gespritzt werden, drückt parenteral eine Umgehung des Magen-Darm-Kanals aus. Parese Hier liegt teilweise eine Schwäche oder Lähmung vor. Paresegrad Der Schwere- oder auch Kraftgrad (siehe Tabelle), bezeichnet die Dimension (Auswirkung) einer Schwäche oder Lähmung. Parietal Hier liegt etwas am Scheitel. Parietallappen Gewisse Teile des Gehirns, die in der Scheitelregion liegen. Parkinson Der englische Arzt James (1755 -1824), beschrieb zum ersten Mal eine Krankheit, die sich durch eine Starre der gesamten Körpermuskeln, verminderter Beweglichkeit und starkem Muskelzittern äußert. Auch bekannt unter Parkinsonismus. Paroxysmal Etwas anfallsweise auftrendes. Paroxysmale Dysarthrie Eine anfallsweise auftrende Sprechstörung (siehe auch unter Dysarthrie). Paroxysmale Dystonie Eine anfallsweise auftrende Verspannung der Muskulatur (siehe auch unter Dystonie). partiell Unvollständig oder teilweise (z.B. eine partielle Rückbilung). passager Ettwas vorübergehendes. Patellarsehne Ein Muskel, der sich an der Oberschenkelvorderseite befindet. Patellarsehnenreflex Durch Abklopfen der Kniescheibensehne, kommt es zu diesem Reflex (PSR), der sich durch ein strecken des Beines wiederspiegelt. Pathogenese Beinhaltet die Entwicklung und Entstehung von Krankheiten. Pathologie Die Lehre von krankhaften Vorgängen im menschlichen Körper. Pathologisch Ausdruck für krankhaft. Pathomechanismus Die Art zur Entstehung von Kranheitsprozessen. Penetrant Hartnäckig oder durchdringend. Penetranz Durchsetzungskraft. Penetration Durchsetzungskraft oder Durchdringung (Beispielsweise von Erbfaktoren). peri Die Vorsilbe für "um etwas herum". Periaquäduktal Um den Aquädukt herum (z.B. Plaques). Perimetrie Eine Gesichtsfelduntersuchung (für näheres siehe unter Gesichtsfeld). Peripher Beschreibt etwas, was außen am Rand liegt. periphere Nervenaffektion Unter anderem gibt es da noch die urämische Polyneuropathie (periphere Nervenaffektion), diese können auftreten bei chronischer Niereninsuffizienz. Manifestation mit symmetrisch/sensiblen bis symmetrisch/sensomotorischen Ausfällen. Das autonome Nervensystem kann betroffen sein. Hirnnervenstörungen fehlen in der Regel. Peripheres_Nervensystem Das peripheres Nervensystem ist der Teil des menschlichen Nervensystems, der außerhalb des Rückenmarks und Gehirn liegt. Dabei handelt es sich um die Hirnnerven, Nervenwurzeln und Nervenenden (siehe Bild * ). Peristaltik Dabei handelt es sich um Darmbewegungen. Perivaskulär Beschreibt etwas, was um die Gefäße herum liegt. Perivenös Beschreibt etwas, was um die Venen herum liegt. Periventrikulär Beschreibt etwas (z.B. Plaques), was um die Hirnventrikel liegt. Permanent Beschreibt etwas andauerndes (dauernd). Permeabilität Beschreibt etwas durchlässiges (eine Durchlässigkeit). perniziöse_Anämie Blutkrankheit mit zu wenig wenig roten Blutkörperchen und Fehlen von Magensäure. Erste Anzeichen hierfür sind Gewichtsabnahme, schnelle Ermüdung und Zungenbrennen. Eine Behandlung erfolgt durch Injektionen mit Vitamin B12 Präparaten. Perseveration Beschreibt ein Haftenbleiben, wie Beispielsweise eine dauernde Wiederholung von Handlungen oder Wörtern. Persistenz Bezeichnet ein Fortbestehen. Persistierend Bezeichnet eitwas weiterbestehendes oder bestehenbleibendes. Perzeption Betrifft die Wahrnehmung, z.B. über die Sinnesorgane. Pflegefall Wer bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens dauerhaft, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße auf Hilfe angewiesen ist, gilt als pflegebedürftig. Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit erstreckt sich auf vier Bereiche: die Körperpflege, die Ernährung, die Mobilität und die hauswirtschaftliche Versorgung. Die Hilfeleistung besteht darin, einen anderen Menschen bei den Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens zu unterstützen, die Verrichtungen ganz oder teilweise zu übernehmen oder ihn dabei zu beaufsichtigen und anzuleiten. Ziel der Hilfe ist es, soweit wie möglich die eigenständige Übernahme der Verrichtungen durch die pflegebedürftige Person zu erreichen. Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens sind:
Ob und in welchem Umfang ein Mensch pflegebedürftig ist, wird im Rahmen einer Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung festgestellt. Hierzu führt dieser eine Untersuchung des Pflegebedürftigen in dessen Wohnbereich durch. Der Zeitaufwand, den pflegende Angehörige oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson wöchentlich im Tagesdurchschnitt für die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung dafür erbringen, muß in der Pflegestufe I mindestens 90 Minuten betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen müssen. Für die Anerkennung der Pflegestufe II muß dieser Hilfebedarf mindesten drei Stunden betragen, wobei hier mindestens zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen. In der Pflegestufe III muß der Zeitbedarf für diese Leistungen mindestens fünf Stunden betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen.
Die Zahlung des Pflegegeldes übernimmt in Deutschland die Pflegeversicherung. Die einzelnen Beräge sind in der folgenden Tabelle aufgelistet.
Pflegebedürftige der PFLEGESTUFE 1 sind erheblich pflegebedürftig: Sie benötigen mindestens einmal am Tag Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Pflegestufe 2 Pflegebedürftige der PFLEGESTUFE 2 sind schwer pflegebedürftig: Sie benötigen mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Pflegestufe 3 Pflegebedürftige der PFLEGESTUFE 3 sind schwerstpflegebedürftig: Sie benötigen täglich rund um die Uhr, auch nachts, Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Pflegeversicherung Die Pflegeversicherung wurde 1995 in Deutschland eingeführt und ein Jahr später mit einer ausgebauten Ergänzung von Seiten der Krankenkassen für die Pflege aufgestockt. Phagozyt Dabei handelt es sich um die Freßzellen. Phagozytose Hierbei werden Fremdkörper durch eine Aufnahme in die Freßzelle vernichtet. Phänomen Die Erscheinung Phänomenologie Das Erscheinungsbild. Phänotyp Das Erscheinungsbild eines Lebewesens, welches durch Umwelt und Erbanlagen geprägt wurde. Pharmakodynamik Dahinter verbirgt sich die Wirkung von Medikamenten bzw. Stoffen an ihrem Wirkungsort. Pharmakokinetik Beinhaltet über die Aufnahme, Verteilung, Verarbeitung bis hin zur Ausscheidung von Stoffen im Körper alles. Pharmakologie Die Arzneimittellehre. Pharmakon Medikament Pharmakotherapie Eine medikamentöse Behandlung. Phasen Die Phase I bis IV-Studie sind erforderliche Stufen, bis ein neu entwickeltes Medikament von der Herstellung bis zur Marktfreigabe durchlaufen muß.
Eine völlig zerstreut verteilte Entzündung im Gewebe bzw. Gewebsspalten. Phonation Betrifft die Tonbildung des Kehlkopfes (Stimmorgan). Physiologie Die Lehre von den normalen Vorgängen im Körper. Physiologisch Bezeichnet etwas gesundes und unauffälliges. Physiotherapie Krankengymnastik Physikum Die ärztlich Vorprüfung nach 2 jährigem Studium in Anatomie, Physiologie, Chemie, Physik, Biologie, Medizin, Psychlogie und Soziologie. physisch Körperlich Placebo Das Placebo ist in Form, Farbe und Geschmack einer bestimmten Arznei nachgebildet worden. Es enthält jedoch keinerlei wirksamen Arzneistoff und wird daher daher überwiegend für die Medikamentenstudien am Patienten verwendet. Plaques Ein Plaque ist ein MS-Herd im ZNS. Diese können sich:
Gerinnbare Flüssigkeit (wie z.B. Blut). Plasmaaustausch Hierbei wird Blutplasma ausgetauscht. Plasmapherese Als Plasmapherese wird das Waschen von roten und weißen Blutkörperchen bezeichnet. Nach dem Waschen werden diese wieder in den vorherigen Blutkreislauf zugeführt. Plasmazelle Die Plasmazelle besteht nur aus einer Gruppe von weißen Blutkörperchen. Plazebo Ein Plazebo ist nichts weiter als ein Scheinmedikament, völlig Wirkungslos und ohne jederlei Wirkstoffe. Plazeboeffekt Die Wirkung des Plazebo. Plazebogruppe Eine Gruppe von Patienten, die bei der Studie um die Zulassung eines neuen Medikamentes das Scheinmedikament erhalten. Plazebokontrolliert Hierbei wird durch eine gleichzeitige Gabe eines Scheinmedikamentes in der zu behandelnden Gruppe von Patienten der Behandlungseffekt nachgewiesen. Plegie Totaler Verlust der Muskelkraft mit vollständiger Lähmung des Körpers. Pleozytose Anzeichen einer erhöhten Zellzahl. Pneumonie Hierbei handelt es sich um eine Lungenentzündung. Pollakisurie Die Pollakisurie bezeichnet ein krankhaft, häufigen Harndrang. Poly Vorsilbe für "viel" bzw. "vielfach". Polyarteriitis nodosa Bei der Polyarteriitis nodosa handelt es sich um eine immunologische Gefäßerkrankung, mit der gleichzeitigen Beteiligung des Nervensystems. Polyneuropathie Die Polyneuropathien gehören zu den häufigsten in der Hausarztpraxis auftretenden neurologischen Begleiterkrankungen, wobei die zugrundeliegende Störung im Vordergrund von Diagnostik und Therapie steht. Dabei ist nachgewiesen, daß eine Polyneuropathie für den Patienten nicht nur belastend und schmerzhaft ist, sondern auch Ursache für zum Teil letale Komplikationen darstellt. Grundlage der Therapie der Polyneuropathien ist der Versuch, die verursachenden Faktoren möglichst auszuschalten. In zweiter Linie hat sich der Einsatz von Alphaliponsäure (u.a. Fenint) bei diabetischen Polyneuropathien und von B-Vitaminen bei Mangelsyndromen bewährt. Diabetische Polyneuropathie siehe unter Diabetische Polyneuropathie. Polypragmasie Polypragmasie ist der Begriff für ein "nicht" systematisches und "nicht" kritisches ausprobieren von vielen Medikamenten und Behandlungsmethoden. Polysklerose Veraltete (frühere) Bezeichnung für die MS. Polytoxikomanie Eine Abhängigkeit von mehreren, verschiedenen Suchtmitteln, wie z.B. Tabletten, Alkohol und Zigaretten. Pons Die Brücke, zwischen Mittelhirn und verlängertem Rückenmark, aber noch vor dem Kleinhirn liegend (siehe Bild * ). pontin Betrifft die Brücke (Pons). Pontomedullär Betrifft die Brücke und das verlängerte Rückenmark. Pontozerebellär Betrifft die Brücke und das Kleinhirn. Poser-Kriterien Siehe hierfür unter Diagnosesicherheit. positiv Gibt die Antwort auf etwas tatsächlich vorhandenes (bejahend). Post Die Vorsilbe für "nach". Posterior Hinten. Postinfektiös Hier besteht etwas, nach einer Entzündung. Postinfektöse Enzephalomyelitis Hierbei entstand nach einer postinfektiösen Entzündung wieder eine Entzündung mit der Beteiligung von Rückenmark und Gehirn. Postoperativ Nach einer Operation. Postpunktionelle Kopfschmerzen Der mögliche, vorübergehende Kopfschmerz, welcher nach einer Lumbalpunktion auftreten kann. Posttraumatisch Nach einer Gewalteinwirkung. Postvakzinal Nach einer Impfung. Potential Der elektrische Spannungsunterschied. Potentiell Steht für "unter Umständen, möglicherweise und denkbar". Potenz Die Macht bzw. Leistung oder die männliche Zeugungskraft. Pots Die Bedeutung für postales orthostatisches Tachykardie Syndrom. Symptome sind: schneller Herzschlag (besonders beim Stehen), dumpfer Schmerz in der Herzgegend, Kribbeln, eingeschlafene Hände und/oder Füße (besonders am Morgen). Man glaubt, daß diese Krankheit durch das Epstein-Barr Virus ausgelöst wird. außerdem geht es oft mit cfs (chronique fatigue syndrom) einher. pragmatisch Sachbezogen. Prä Die Vorsilbe "vor". Prädiktor Die Vorhersage über Ereignisse (z.B. ein Schub) mit ihren Auswirkungen (z.B. Lähmung). Prädilektionsstelle Das ist die Stelle, wo es bevorzugt (häufig) zu krankhaften Veränderungen kommt (z.B.. Prädisponieren Steht für vorbereiten oder empfänglich machen. Prädisposition Das ist die Empfänglichkeit (z.B. für bestimmte Krankheiten). Prämorbid Als Prämorbid wird der Zustand vor dem Auftreten einer Krankheit bezeichnet. Prävalenz Das ist die genaue Anzahl von Fällen einer ganz bestimmten Krankheit, in einem bestimmten Gebiet und Zeitpunkt. Prävention Bei der Prävention wird eine Vorkehrung zur Vermeidung bzw. Verhinderung eingeleitet (was jedoch bei MS nicht möglich ist). Prednisolon Eines der Kortikoide. Prednison Eines der Kortikoide. Primär Primär schildert etwas "von Anfang an" (etwas Ursprüngliches, etwas anfängliches oder etwas übergeordnetes). Primär-chronisch-progredient Ein chronisch-progredienter Verlauf der MS von Anfang an (mehr darüber unter chronisch-progredienter Verlauf). Primärantwort Von evozierten Potenzialen abgeleitete (erste) Hauptantwort. Primitiv Urtümlich, ursprünglich oder auch urzuständlich. Primitivreflex Dieser Reflex gehört zu der Gruppe von Reflexen, die bei dem größten Teil der Menschheit nicht ausgelöst werden können. Die Auslösung dieser primitiven Reflexe könnten erst durch diverse Gehirnerkrankungen ermöglicht werden. Pro Für (Pro und Kontra / ein Für und Wider). Professionell Fachmännisches Vorgehen. Prognose Eine Vorhersage der weiteren Entwicklung (z.B. Verlauf einer Krankheit oder des Wetters). Progredient Etwas Fortschreitendes, Verschlechterndes oder Zunehmendes. Progredienz Das Fortschreiten (z.B. einer Krankheit). Progression Die Zunahme. Progressiv Etwas Fortschreitendes, Verschlechterndes oder Zunehmendes. Proinflammatorisch Hier begünstigt etwas die entzündlichen Vorgänge im Körper. Proliferation Die Gewebsvermehrung bzw. Zellteilung. Prolongiert Etwas langdauerndes oder einfach verlängert. Prophylaktisch Vorsorglich bzw. Vorbeugung. Prophylaxe Eine Vorsorgliche bzw. Vorbeugende Maßnahme (z.B. die Kariesprophylaxe). Propriozeptiv Drückt die Wahrnehmung des eigenen Körpers aus. Propriozeptive neuromuskluläre Faszilitation Die PNF ist eine spezielle Methode der Krankengymnastik, zur besseren Wahrnehmung des eigenen Körpers. Prospektiv Dies betrifft die weitere Entwicklung. Prospektive Studie Hier wird Beispielsweise bei der Studie für die Zulassung eines neuen Medikamentes speziell auf die Verträglichkeit und Wirkung geachtet, sowie der Entwicklung des weiteren Krankheitsverlaufes. Protein Das Protein ist ein einfacher Eiweißkörper. Proteolipidprotein Das PLP ist ein wichtiger Bestandteil der Markscheide oder des Myelins. Provenienz Die Herkunft oder den Ursprung betreffend. Proviant Mundvorrat von Lebensmitteln. Provision Vergütung für die erreichte Vermittlung eine Geschäftes, Vertrages oder für das erreichen eines bestimmten Zieles. Providenz Vorsehung Provitamine Eine natürliche Vorstufe der Vitamine. Provokation Eine Aufreizung oder Herausvorderung. Prozedur Ein gewisses Verfahren. Prozeß Ein gewisser Vorgang oder Geschehen. Proximal Hier liegt etwas Nahe dem Körperstamm (z.B. der Oberarm). Pseudo Vorsilbe für "Unecht, falsch oder vorgetäuscht". Pseudobulbärparese Hier liegt eine scheinbare Bulbärparese vor (siehe auch unter Bulbärparese). Pseudoexazerbation Hier liegt eine "vermeintliche" plötzliche Verschlechterung vor. Psoralenreiche Diät
Damit ist die Menschenführung durch seelische Beeinflußung gemeint. Psyche Leben bzw. Seele, kommt aus dem griechischen und steht ursprünglich für Hauch oder Atem. Psychedelisch Die gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeit und Erlebnisbereitschaft, hervorgerufen durch Drogen oder diversen psychischen Vorgängen. Psychiater Der Psychiater ist ein Arzt für für psychische und seelische Krankheiten des Nervensystems. Psychiatrie Die Seelenheilkunde, Lehre der seelischen Krankheiten. Psychiatrisch Hierbei ist etwas durch eine seelische Krankheit bedingt. Psychisch Anderes Wort für seelisch. Psycho Der Bergriff kommt aus dem griechischen und steht für Falsch bzw. Schein. Psychoanalyse Der Bergriff kommt ebenfalls aus dem griechischen und steht für Seelenzergliederung. Durch Gespräche, eingehendes Befragen sowie Erzählen lassen (auch über die Träume), werden nicht verarbeitete, unangenehme bzw. schmerzliche Erlebnisse wieder ins Bewußtsein gerufen und geklärt. Dieses Verfahren wurde ursprünglich zur Heilung von Neurosen durch den Nervenarzt Sigmund Freud ins Leben gerufen. Psychogen Besagt etwas chronisch bedingtes. Psychohygiene Behandelt die Erhaltung der Gesundheit, überwiegend im sozialen und seelischen Bereich. Psychologie Die Psychologie ist die Lehre über die Seelenheilkunde und psychischen Vorgängen, wie Denken, Lernen und Fühlen. Die Vorwiegenden Forschungsgebiete der Psychologie sind:
Der Psychologismus ist die Überbewertung von psychologischen Gesichtspunkten. Psychometrie Hier wird die geistige Leistungsfähigkeit und andere psychischen Vorgänge gemessen. Psychomotorik Mit den eigenen Gedanken, die Bewegungen beeinflussen, wird hier in aller Gesamtheit gemessen. Psychomotorisch Betrifft die Psychomotorik. Psychopathie Die Psychopathie ist die meist angeborene, seelische und charakterliche Normabweichung. Sie zeigt sich z.B. in der Geltungssucht, Schwermut und Fanatismus. Psychopathologie Die Lehre über krankhafte psychische Vorgänge eines Menschen. Psychopathologisch Bezieht sich auf seelische Krankheiten und Störungen. Psychopharmaka Das sind Arzneimittel, die die Verhaltensweise und Stimmung beeinflußt (siehe auch unter Psychopharmakon). Psychopharmakon Psychopharmakon ist ein Medikament (siehe auch unter Antidepressiva, Benzodiazepine und Neuroleptika), welches bei psychischen Störungen zur Anwendung kommen kann. Psychophysik Die Psychophysik wurde gegründet von T. Fechner. Sie befaßt sich mit mit den Wechselwirkungen zwischen seelischen und körperlichen Vorgängen. Psychose Die Psychose ist eine Geistes- oder seelische Krankheit, die unter anderem durch die Einnahme von Medikamenten oder anderen Krankheiten des Gehirns hervorgerufen wurde. Psychosomatisch Hier werden durch seelischen Ursachen, die Auswirkungen sichtbar auf den Körper übertragen. Psychosyndrom Bezeichnet einen nicht so genauen Sammelbegriff, für ein vielseitiges Beschwerdebild. Hautsächlich aber durch die Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit. Psychotherapie Die Psychotherapie erfolgt überwiegend durch Gesprächstherapie, Psychoanalyse, Hypnose und Verhaltenstherapie. Sie ist eine rein seelische Behandlung und normalerweise auch unter Ausschluß von jeglichen Medikamenten. Psychotrauma Das Psychotrauma weist seelische und psychische Verletzungen auf. Dies kann zum Beispiel durch Todesfälle hervorgerufen werden. Psychotrop Ein Psychotrop wirkt auf seelische und psychische Grundlagen ein. Pulstherapie Die Pulstherapie ist eine kurzzeitige Behandlung mit hoher Dosierung des Wirkstoffes Kortkoid. Näheres unter Pulstherapie. Punktion Bei den Punktionen wird mit Hilfe von Nadeln durch die Haut in den Körper eingestochen. Dies dient zur Entnahme von Gewebeproben (z.B. Leber) oder Flüssigkeiten (z.B. Liquor). Pupille Die Pupille ist das Sehloch im Augen (eine kreisförmige Öffnung der Iris-Blende). Pupillenreaktion Das Verhalten der Pupille bei Lichteinwirkung oder anderen Reizungen. Purine Purine sind Bestandteile von Zellen, die bei der Zellerneuerung freigesetzten und die mit der Nahrung zugeführten Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut. Pyelonephritis Die Pyelonephritis ist eine Entzündung des Nierenbeckens und der Niere. Pyramidenbahn Die Pyramidenbahn ist im ZNS eine doppelt angelegte Bahn. Sie verläuft von der Hirnrinde zum Rückenmark, wobei sie Bewegungen vermittelt. Pyramidenbahnschädigung Schädigungen der Pyramidenbahn zeigen sich durch:
Hierbei wird die Pyramidenbahn, z.B. mit Hilfe von Magneten oder Strom gereizt. Pyramidenbahnzeichen Pyramidenbahnzeichen sind Enthemmungsreflexe bei geschädigter Pyramidenbahn (die Gesamtheit derjenigen absteigenden Leitungsbahnen des Zentralen NervenSystems, die in der Großhirnrinde entspringen und bis zu den motorischen Kernen der Hirnnerven oder zu den Vorderhornzellen des Rückenmarks ziehen). Beim Erwachsenen immer pathologisch! (krankhaft). Zeichen einer Schädigung des 1. Motorischen Neurons (in bewegungssetzende Nervenzelle) und / oder der Pyramidenbahn. Verständlich ausgedrückt - Mitbewegungen, z.B. beim Gehen, Niesen, Husten oder ein unerschöpflicher Klonus (starkes Zittern der Beine). Reflexe die nur bei Kindern oder Säuglingen auslösbar sind, sind auch beim Erwachsenen auslösbar. Bei folgenden Reflexen ist es pathologisch; Babinski, Chaddoc Reflex. Bestreichen der Außenseite der Fußsohle von der Ferse im Bogen in Richtung Großzehe mit einem spitzen Gegenstand- der Reflex sieht wie folgt aus: spastisches hochziehen der großen Zehe bei gleichzeitiger Beugung des Vorfußes nach unten, die restlich Zehen spreizen sich wie ein Fächer Oppenheim Kräftiges Bestreichen der Schienbeinvorderkante Gordon Pressen der Wadenmuskulatur. Die Fortleitung der Signale für die Willkürmotorik (gewollte Bewegungen) erfolgt über die sogenannten Pyramidenbahnen. Die Pyramidenbahnen überkreuzen sich jedoch, das bedeutet, rechts ist da, wo das Gehirn links ist, also bei Schädigungen der linken Hirnhälfte werden die Störungen überwiegend rechts auftreten und umgekehrt. * Sollte mit diesem Bild eine Verletzung des Copyright vorliegen, so bitte ich um entsprechende Nachricht ! Datum der letzten Änderung: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||