MMagnetresonanztomographie_(MRT)Die MRT-Ergebnisse sind für die Diagnostik einer MS, mit eine der wichtigsten Untersuchungsergebnisse überhaupt. Ein MRT ähnelt äußerlich (siehe Bild * ) ziemlich einem Computertomographen (CT), ist jedoch Aufgrund der komplizierteren und weiterentwickelten Technik in den Ergebnissen um ein vielfaches genauer als eine CT. Bei der CT wird die Technik von Röntgenstrahlen eingesetzt und bei einer MRT wird mittels einem starken Magnetfeld (zwingt die Körperzellen für einen kurzen Moment in bestimmte Richtungen und läßt sie dann wieder zurück schwingen) untersucht. Die Gabe eines speziellen Kontrastmittels (Gadolinium) wird zur besseren Aussagekraft meistens vor und während der Untersuchung in die Armvenen injiziert. Ein Problem könnte die enge Untersuchungsröhre, besonders für Personen die unter Platzangst leiden, darstellen. Während der Untersuchung, die ca. 30 Minuten dauert und bei der bewegungslos verharrt werden soll, treten andauernd hämmernde, wechselnde Geräusche auf, die einen trotz Ohrstöpsel auch ziemlich nervös und unruhig machen können. Aus diesem Grund für mich auch als "Technoröhre" bezeichnet. Entscheidend für eine MRT ist, daß sich auch kleine Krankheitsherde, sowohl als narbig abgeheilte und frischen Plaques (siehe Bild * ) darstellen lassen. Es muß aber betont werden, daß aufgrund einer einzelnen Untersuchung keine MS ausreichend sicher diagnostiziert werden kann und auch nicht sollte. Die Bilder einer MRT-Untersuchung aber zeigen lediglich Veränderungen in der Substanz des Gehirns, die wiederum mit einer MS in Verbindung gebracht werden können.
MagnetstimulationDie Nervenzellen der Hirnrinde werden mit sehr starken Magneten durch Aktivierung und Deaktivierung gereizt, wodurch an der richtigen Stelle angewendet, es zu Muskelzuckungen führen wird. Magnevist Handelsname für Gadolinium. Major_Histocompatibility_Complex siehe unter MHC. Makrobiotik Die Lebensverlängerung durch geeignete Lebensführung (Ernährung, Bewegung usw.). Makrophagen Eine Gruppe der weißen Blutkörperchen (große Freßzellen), die an der Entwicklung der Plaques beteiligt sind. makroskopisch Alles was mit dem bloßen Auge sichtbar ist. Makula Ein Fleck, genau an der schärfsten Stelle des Sehens im Augenhintergrund. maligne Bösartig. Manifestation Sobald sich Krankheitszeichen bemerkbar machen und erkennbar sind, spricht man von Manifestation. Manifestationsalter Dabei handelt es sich um das Lebensalter, bei dem sich zum ersten mal eine Manifestation zeigt. manifestieren Der Beginn, wenn es erkennbar wird. manuell Etwas mit der Hand machen oder ausführen. MAP siehe unter myelinassoziiertes Glykoprotein. Marker In der Medizin spricht man von einem Marker bei:
Das ist der Teile des Gehirns, der durch die weißen Substanzen gebildet wurde (siehe Bild * ). Markscheide Die aus Myelin gebildete Nervenfaserhülle (siehe Bild * ). Masseterreflex Das sind die Hirnstammreflexe. Mastdarm Enddarm. Mastdarmlähmung Eine Lähmung des Enddarms (Stuhlinkontinenz). Mayerscher_Grundgelenkreflex Eine Unersuchungsmethode, wobei der Daumen an die Hand herangezogen wird und die anderen Finger passiv und kräftig gebeugt sind. medial Innenliegend, betrifft die Innenseite. Mediator Ein Vermittler bzw. Überträger, der zwischen oder innerhalb verschiedener Zellen wirken kann. medikamentöse_Interaktion siehe Interaktion. Medulla_oblongata Das ist der unterste Abschnitt des Hirnstammes bei seinem Übergang zum Rückenmark, auch als verlängertes Mark bezeichnet (siehe Bild * ). Membran Das abgrenzende, umhüllende oder trennende Gewebe. Meningen Hirnhäute, die als doppelte Membran das Rückenmark und Gehirn umgeben. Meningitis Hirnhautentzündung mental Das Geistige betreffend. MER siehe unter Muskeleigenreflex. mesenzephal Das Mittelhirn betreffend. Mesenzephalon Das Mittelhirn (siehe Bild * ). metabolisch Den Stoffwechsel betreffend. Metabolisierung Eine Verstoffwechslung. Metabolismus Der Abbau, z.B. eines Medikamentes, durch den Stoffwechsel. Metabolit Das Stoffwechselprodukt durch Metabolismus. Methotrexat Ein Immunsuppressivum und Zytostatikum, welches auch gelegentlich bei der MS-Behandlung eingesetzt wird. Methoxypsoralen Das Medikament ist ein sogenannter "Kaliumkanal-Blocker", wird aus 5-Methoxypsoralen unter dem Namen Psoraderm-5 von der Firma Bergaderm S.A., Rungis (Frankreich) hergestellt, als Lizenzprodukt "Geralen" in Österreich. Es ist als verschreibungspflichtiges Medikament über die internationale Apotheke erhältlich, aber für MS nicht zugelassen. Das Mittel wurde an der Christian-Albrecht-Universität Kiel (Prof. Dr. Koppenhöfer) wissenschaftlich untersucht. Klinische Studien sind geplant an den neurologischen Kliniken der Uni Rostock und Budapest. 5-Methoxypsoralen (5-MOP) kann bei einer toxokologisch weitgehend unbedenklichen Dosierung bei einigen MS-Patienten schon innerhalb weniger Stunden klinisch relevante Befundverbesserungen bewirken. 5-MOP ist bislang für keine neurologische Indikation zugelassen, allerdings als nichtregistriertes, rezeptpflichtiges Medikament auch in Deutschland verfügbar. Methylprednisolon Wirkstoff eines Kortikoides, welches bei der MS-Behandlung eingesetzt wird (Übersicht der Kortikoide). MHC Der Haupt-Gewebeverträglichkeitskomplex, verantwortlich für Immunreaktionen der T-Lymphozyten (siehe unter T-Helferzellen für weitere Informationen). Migration Eine Wanderung von z.B. Zellen. Mikro Vorsilbe für Millionstel oder mikroskopisch klein. Mikroglia Die kleinste Form der Glia. mikroskopisch Nicht durch das bloße Auge zu sehen. Mikrovolt [mv] Millionstel Volt Miktion Die Blasenentleerung (auch als Wasserlassen bezeichnet). Milchglassehen Ein Sehen, wie durch ein milchiges Glas oder eines Schleiers, welches auch der häufige Ausdruck einer Retrobulbär- oder Optikusneuritis sein kann. milli- Vorsilbe für tausendstel. Milligramm [mg] tausendstel Gramm Milliliter [ml] tausendstel Liter (zur Info: 1 Teelöffel sind ca. 5mg). Millisekunde [ms] tausendstel Sekunde Mineralstoffe Mineralstoffe sind lebensnotwendige Bestandteile der Nahrung, die keine Energie liefern. Zu den Mineralstoffen gehören z.B. Natrium, Calcium, Kalium, Magnesium und Eisen. Calcium und Phosphor sind unentbehrliche Bausteine für Knochen und Zähne. Eisen ist ein Baustein für den roten Blutfarbstoff, der den Sauerstoff im Blut transportiert. Andere Mineralstoffe sind für Fuktionen von Muskeln und Nerven notwendig. Miosis Eine Pupillenverengung. Miotikum Ein Medikament bzw. Mittel, das zur Miosis führt. Mißempfindungen Missempfindungen sind Gefühlsstörungen, die jeden Teil des menschlichen Körpers betreffen können. Empfunden werden sie teilweise als kribbelndes Gefühl, Taubheitsgefühl oder einfach nur als ein komisches Gefühl. Es kann sogar soweit gehen, daß man den Eindruck gewinnt:
Die Summe der einzelnen Werte dividiert durch die Anzahl der einzelnen Werte. mitogen Fördert die Zellteilung. Mitoxantron Mitoxantron ist ein Zytostatikum d.h. es hemmt B- und T-Lymphozyten. Es wurde bislang nur bei der progredienten Verlaufsform eingesetzt wobei sich hier eine Verlangsamung der Krankheit erzielen ließ. Indikation: schwere Verlaufsformen und dann in Kombination zum Beispiel mit Immunglobulinen oder Interferonen. mnestisch Betrifft das Gedächtnis. Mobilität Betrifft das Beweglichkeit. Modalität Ein bestimmter Teil einer Funktion (z.B. Sinneswahrnehmungen). MOG siehe unter Myelin-Oligodendrozyten.Glykoprotein mono- Vorsilbe für ein oder einen. monogen Bezogen auf ein Gen. monogene_Vererbung Eine Vererbung, die nur über ein bestimmtes Gen zustande gekommen ist. monoklonal Aus einer einzelnen Stammzelle oder Klon entstanden. monoklonale_Antikörper Von einem Zellklon stammender, einheitlicher Antikörper. monomorph Mit dem gleichen Aussehen. mononukleäre_Zelle Eine Zelle mit nur einem Kern. Monoparese Die Schwäche eines Beines oder eines Armes. monophasisch Etwas, das nur mit einer Phase einhergeht. monozygot Eineiig. monozygote_Zwillinge Eineiige Zwillinge, bei denen die Erbanlage völlig übereinstimmen. Morbilität Die Erkrankungshäufigkeit (z.B. in Deutschland bei ca. 80 Mio. Einwohnern rund 2500 neue MS-Fälle im Jahr). Morbilitätsrisiko Das Risiko, an einer bestimmten Krankheit zu erkranken. Morbus Krankheit. Morbus_Behçet Eine seltene Erkrankung des Bindegewebes, mit ähnlichen Symptomen wie bei der MS. moribund Todkrank. Morphologie Die Form und Struktur. morphologisch Das Aussehen und die Gestalt betreffend. morphologische_Läsion Veränderung der Morphologie. Mortalität Betrifft die Sterblichkeit an z.B. einer Krankheit. Motalität Betrifft das Bewegungsvermögen oder die Beweglichkeit. Motillitätsstörung Eine Bewegungsstörung. Motiv Grund für eine Handlung, Beweggrund. Motorik Die Bewegungssteuerung betreffend. motorisch Betrifft die Bewegung oder die Aktivitäten der Muskulatur. motorische_Aphasie Betrifft eine vorliegende Sprachstörung, wobei daß Sprachverständnis noch erhalten bleibt. motorische_Funktion Betrifft die aktiven und willkürlichen Bewegungsvorgänge. motorisches_Neuron Betrifft die Nervenzelle, die für die Bewegungen verantwortlich ist. Moxibuztion Moxibution ist eine weitere Art der Akupunktur. Es gibt verschiedenen Methoden, z.B. ein getrocknetes Beifuss Kraut wird zum glimmen gebracht und dann auf den oder die entsprechenden Akupunktur Punkte aufgebracht. Dies kann an einer Akupunktur - Nadel geschehen oder eben direkt mit der glutabgekehrten Seite. Die zusätzliche Wärme ist hilfreich und soll den Prozess beschleunigen. Es hilft bei Schmerzen und die Pflichtkassen tragen die Hälfte der Behandlungskosten bei. multi Die Vorsilbe für viel, vielfach oder mehrfach. multifaktoriell Hängt mit vielen Ursachen bzw. Bedingungen zusammen. multifokal Das gleichzeitige, herdförmig-umschriebene Auftreten an mehreren Stellen. multikausal Geht auf viele Ursachen zurück. multimodal Untersuchungen mit verschiedenen Methoden oder Verfahren. Multimorbidität Ausdruck für eine Vielfach- bzw. Mehrfacherkrankung. multipel Etwas viel- bzw. mehrfach Vorhandenes. Was_ist_MS? Die Multiple Sklerose (MS) ist eine ursächlich noch nicht geklärte, sehr unterschiedlich verlaufende chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Sie beginnt damit, daß die Blut-Hirn-Schranke (BHS) an einigen Stellen zusammenbricht und dadurch an verschiedenen Stellen dieses Systems entzündliche Veränderungen in der sogenannten weißen Substanz verursacht. Die Schutzhüllen der Nervenleitungen (=Myelin), die sich überwiegend in der weißen Substanz befinden, werden dabei geschädigt und können später höchstens mit narbig zurückbleibenden, verhärteten Herden (= Sklerose) abheilen. Durch diese besonderen feingeweblichen Veränderungen mit zahlreichen (= multiplen) Entzündungen kann es quasi zu Störungen (Ausfällen) in der "Zentrale" kommen, da bestimmte Impulse nicht an den richtigen Empfänger weitergeleitet werden können. Mögliche "Ausfälle" können sich z.B. in den Bewegungen der Arme oder Beine, den Sehfähigkeiten (Sehschärfe, Doppelbilder oder sogar Blindheit) sowie Gefühlsstörungen (Ameisenlaufen, Schmerzen) bemerkbar machen. Diese können sich zumindest zu Beginn der Krankheit fast immer vollständig zurückbilden. Die Ursachen der "Ausfälle" liegen also nicht in den spürbar betroffenen Organen bzw. Körperteilen, sondern vielmehr in der "Zentrale". Das ZNS ist die "Schaltzentrale" eines jeden Menschen, in der jeder Impuls verarbeitet wird, um Ein- und Ausgehende Informationen und Befehle richtig zu deuten und zu steuern. Ein besonderes Kennzeichen bei der MS ist, daß das Ausmaß und die Schwere der Krankheitszeichen schwanken können. Sowohl von Patient zu Patient, als auch bei jedem Betroffenen im Verlauf der Krankheit selbst. Nicht zu Unrecht wird die MS auch als die Krankheit mit den tausend Gesichtern bezeichnet.
..........., siehe auch unter: http://www.ms-life.de/mslife/ms-wissen/ms-was_ist_das/ Beginn_der_MSDer Beginn einer MS ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich, da die Krankheit praktisch jeden Teil des ZNS betreffen kann, und auch mit einer Vielzahl unterschiedlicher Symptome beginnen kann. Eine MS beginnt meist im frühen Erwachsenenalter (für eine Statistik: siehe Bild * ) und betrifft Menschen aller Rassen, jedoch Frauen häufiger als Männer. Unabhängig von ihrer Art treten die Erstbeschwerden meistens aus völligem Wohlbefinden (z.B. Urlaub) heraus und relativ rasch auf. Seltener kommt es zu einem langsamen, fast unmerklichen Beginn mit zu- und abnehmender Stärke der Beschwerden. Bei jeweils etwa jedem dritten Betroffenen sind Gefühlsstörungen wie Taubheits- oder Kribbelgefühle in Armen oder Beinen und Sehstörungen die ersten Krankheitszeichen (Initialsymptom), gefolgt von Gang- und Gleichgewichtsstörungen und erste Anzeichen einer Kraftlosigkeit. Andere Beschwerden sind eher seltener.
..........., siehe auch unter: http://www.ms-life.de/mslife/ms-wissen/diagnose_ms-was_nun/ wie_macht_sich_die_MS_bei_Betroffenen_bemerkbar (Quelle: Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft)
Ü Der schubförmige Krankheitsverlauf wird in zwei Arten unterteilt:
..........., siehe auch unter: http://www.ms-life.de/mslife/ms-wissen/ms-was_ist_das/verlauf/ Auslösung_von_SchübenSchübe bei einer bestehenden MS können durch psychische und körperliche Extrembelastungen vermehrt hervorgerufen werden.
Häufig besteht in der Öffentlichkeit noch ein völlig falsches Bild über MS. Ich kann es aber auch keinen verübeln, da in der heutigen Zeit, jeder "normale" Mensch mit sich selbst und seinem Umkreis schon genug am Hals hat. Die Probleme und Belange von Minderheiten werden gerne übersehen bzw. -lesen. Wenn eine Informationswelle erst einmal in den Medien gestartet wrd, dann gleich so, daß sie die Bevölkerung gleich regelrecht überflutet und irgendwann als "ganz normal" abgetan wird. Dazu kommt, daß die multiple Sklerose eine "schwer" zu diagnostizierend Krankheit ist (vielmehr war, bei dem heutigen Stand der Technik) und bei vielen der Betroffenen lange Zeit keine sichtlichen Behinderungen vorhanden sind. Symptome wie Schmerzen in den Beinen, Müdigkeit und Kraftlosigkeit wird häufig mißverstanden und man wird leicht als Simulant abgestempelt (Arbeitskollegen, Partnerschaft). Erst wenn sichtlich schwere Behinderungen eingetreten sind, wird man auch ernst genommen. Zum Glück gibt es heute schon wesentlich mehr Möglichkeiten, als noch vor zwanzig Jahren, um selber mehr für die eigene Gesundheit tun zu können. Nicht nur was die medikamentöse Behandlung anbelangt, sondern auch alternative Behandlungsmöglichkeiten - die bereits bei der richtigen Ernährung anfangen - können viel für den allgemein Zustand beitragen. Die Prognose für die Zukunft liegt also auch viel in den Händen eines jeden Betroffenen, zumal nach dem Wissenstand der Forschung mehr als 2 / 3 aller Betroffenen einen leichten Krankheitsverlauf haben und sich "erst" im fortgeschrittenen Lebensalter Behinderungen einstellen. Die Dunkelzahl von nicht erfassten MS'lern ist nicht mit einbezogen, was aber wiederum nichts verharmlosen soll. Es gibt und wird es auch immer geben, daß manche Menschen schwer und andere nur leicht von Krankheitszeichen betroffen sind. Behandlung_allgemein Solange die genauen Ursachen der MS noch unbekannt sind, ist es nicht möglich, eine Behandlung zur Heilung der MS zu entwickeln. Es stehen aber schon eine Reihe mehr oder weniger wirksame Mittel und Maßnahmen zur Verfügung, um eine Verschlechterung aufzuhalten. Schübe zu verhüten oder abzuschwächen und Ausfälle evtl. wieder rückgängig zu machen. Diese bestehen neben der medikamentösen Behandlung in physikalischer Therapie und Krankengymnastik, darüber hinaus in psychosozialen Maßnahmen wie psychologischer Beratung und Unterstützung bei Problemen in Zusammenhang mit einer Berufstätigkeit. Ein großes Problem bei der Bewertung des Erfolges verschiedener Methoden zur Behandlung der MS bestehen darin, daß man sowohl allgemein als auch im Einzelfall zu wenig darüber weiß, wie sich die Beschwerden ohne Behandlung entwickeln würden. Als grobe Richtlinie hat sich allerdings herausgestellt, daß ich zwei Drittel der Störungen innerhalb von wenigen Wochen auch von alleine wieder verlieren oder deutlich bessern. Daraus darf aber nicht abgeleitet werden, daß eine Behandlung überflüssig wäre. Untersuchungen der letzten Jahre haben eindeutig nachgewiesen, daß es zum Beispiel durch eine Interferonbehandlung möglich ist, im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrollgruppe über Jahre hinweg eindeutig die Zahl und Ausdehnung von im MRT sichtbaren Veränderungen zu verringern. Behandlungsansätze Zur medikamentösen Behandlung der MS gibt es zur Zeit drei zu unterscheidende Ansätze
Die Behandlungskosten variieren stark von dem eingesetzten Medikament und unserer "Gesundheitspolitik". Als kleinen Anhaltspunkt kann folgende Übersicht dienen:
Hier findet etwas an mehreren Orten, wie z.B. die klinische Prüfung eines neuen Medikamentes, statt. Muskeln Die Muskeln, bestehend aus dem fleischigen Teil des menschlichen oder tierischen Körpers, vermittelt die Bewegungen durch ein Zusammenziehen. Die Muskulatur des Menschen (siehe Bild * ). Muskelatrophie Der Muskelschwund. Muskeleigenreflex Hierbei ist der zu untersuchende Muskel mit seiner Sehne das Reiz- und Erfolgsorgan zugleich. Mit einem Reflexhammer wird ein kurzer Schlag auf die Sehne ausgeführt, wodurch der Reflex ausgelöst wird. Muskelkater Die schmerzhafte Verhärtung der Muskulatur nach größeren körperlichen Anstrengungen. Muskelkrampf Schmerzhaftes und unwillkürlich, starkes zusammenziehen eines oder mehreren Muskeln. Muskelrelaxans Muskelrelaxens ist ein Medikament, das dann zum Einsatz kommt, wenn eine vermehrte Muskelspannung herabgesetzt werden soll. Muskeltonus Die Muskelspannung befindet sich in Ruhe. Muskelzerreißung Unter blitzartigem Schmerz entstehender Riss eines Muskels. Muskulatur Die Gesamtheit der Muskeln. mutagen Verursacht durch Erbveränderungen. Mutagenität Die Verursachung von mutagen. Mutation Die Änderung eines erblichen Merkmals durch künstliche (durch Behandlung mit kurzwelligen Strahlen) oder natürliche Erbveränderung von einzelnen oder größeren Bausteinen der DNS, Chromosomen oder auch das ganze Erbgut betreffen kann. Die von De Vries 1901 aufgestellte Mutationslehre ist die Grundlage der modernen Abstammungslehre. mutieren Sich Verändern oder die Stimme wechseln (sich im Stimmwechsel befinden). Mutismus Die Stummheit, ein beharrliches Schweigen und das Unvermögen zu Sprechen. mutistisch Schweigend bzw. stumm. Mydriasis Die Pupillenerweiterung. Myelin Das Myelin besteht zu rund 75% aus Fetten (überwiegend ungesättigte Fettsäuren) und 25% aus Eiweiß für die Hüll- und Isoliersubstanzen der Nervenfasern. Weil bei einer MS bevorzugt die Markscheiden der Nervenzellen (siehe Bild * ) im ZNS geschädigt werden, wird auch von einer "Entmarkungskrankheit" oder "demyelinisierenden Krankheit" gesprochen. myelinassoziiertes_Glykoprotein Dabei handelt es sich um einen Eiweißstoff, der für die immunologischen Abläufe bei der MS wahrscheinlich in Frage kommt. myelinbildende_Zellen Die Bildung des Myelins erfolgt durch extra darauf ausgerichtete Zellen, den sog. Oligodendrozyten. Myelinhülle Die Myelinhülle entsteht durch mehrere lamellenartig übereinander gewickelten Myelinschichten über die Nervenfaser (Axon). Myelinisierung Die Bildung der Markscheide. Myelin-Oligodendrozyten-Glykoprotein Dabei handelt es sich um einen Eiweißstoff, der für die immunologischen Abläufe bei der MS wahrscheinlich in Frage kommt. Myelinscheide Anderer Ausdruck für Markscheide (siehe Bild * ). Myelitis Eine Rückenmarksentzündung. Myelographie Die Röntgenaufnahme vom Wirbelsäulenkanals nach einer Lumbalpunktion mit zusätzlicher Gabe eines Kontrastmittels in das Liquor. Myelon Das Rückenmark. Myelopathie Eine Erkrankung des Rückenmarks. Myoklonie Ein blitzartiges und unwillkürliches Zucken von Muskeln und Muskelgruppen. Myeklonus siehe unter Myoklonie. Myokymie Muskelwogen. Myom Eine gutartige Geschwulst aus Muskelfasern (meistens in der Gebärmutter auftretend). Myophatie Eine Muskelerkrankung. * Sollte mit diesem Bild eine Verletzung des Copyright vorliegen, so bitte ich um entsprechende Nachricht ! Datum der letzten Änderung: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||