K

Kachexie
Starke Abmagerung oder auch Auszerrung.

Kältetherapie
Bei dieser Therapie wird versucht durch Kälteeinwirkung die Beschwerden zu lindern.

Kalotte
Die Kalotte ist das knöcherne Schädeldach, wird auch als Hirnschale bezeichnet.

Kapazität
Leistungs- bzw. Fassungsvermögen.

Kapillarblut
Blutentnahme aus den Kapillaren der Fingerkuppen oder Ohrläppchen.

Kapillaren
Die Kapillaren sind haarfeine Blutgefässe.

Kardinalsymptome
Besonders typische Krankheitszeichen und -beschwerden.

Karenz
Verzicht oder Enthaltsamkeit.

Karzinom
Krebs

Kaskade
Kaskade ist eine feste Aufeinanderfolge von mehreren Abläufen oder Reaktionen.

Kasuistik
Eine Falldarstellung oder -geschichte.

Katamnese
Eine Nachuntersuchung, bei der der zwischenzeitliche Krankheitsverlauf festgehalten wird.

Katarakt
Das ist der graue Star.

Katheter
Ein Katheter ist ein dünner Schlauch, der zum Transport vom Flüssigkeiten, wie z..B. den Urin verwendet wird

Katheterisieren
Das ist die Einführung eines Katheters, z.B. in die Harnblase.

Kaudal
Kaudal ist der Ausdruck für "entfernt vom Kopf liegend".

Kauda-Syndrom
Schlaffe Lähmung der Beine, Reflexe sind nicht auslösbar, Inkontinenz und Gefühlsstörungen, sie sind dem Krankheitsbild für eine Schädigung der Cauda oder der Cauda-equina entsprechend.

Kausal
Ursächlich.

Kausal-Therapie
Diese Therapieform bekämpft die Ursachen einer Krankheit.

Kernspin
Der Kernspin ist der Drehimpuls eines Atomkerns. Dieser wird zur Bilderzeugung bei KST und MRT benötigt.

Kernspintomographie
Weiteres über die Kernspintomographie (kurz KST genannt) findet man auch unter MRT.

Killerzellen
Die Killerzelle ist ein Lymphozyt mit zytoxischen Eigenschaften und Teil der angeborenen zellulären Immunität. Diese wird über das Interferon angeregt.

Klassifikation
Einordnung oder Einteilung.

Kleinhirn
Das Kleinhirn liegt im Hinterkopf (hinter dem Hirnstamm, zwischen Grosshirn und Rückenmark). Die Aufgabe des Kleinhirns liegt im wesentlichen darin, die Bewegungsabläufe zu koordinieren und steuern.

Klinik
Krankenhaus (unter Umständen auch Merkmale einer Krankheit).

Klinisch
Der Ausdruck "klinisch" betrifft die die Bechwerden, die Krankheitsvorgeschichte, den Verlauf einer Krankheit und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung.

Klinisch_gesichert
  • eine (klinisch) gesicherte MS liegt dann vor, wenn mindestens zwei Schübe aufgetreten sind und diese mit zwei Herdbefunden vorliegen.
  • eine paraklinisch sichere MS liegt dann vor, wenn ebenfalls mindestens zei Schübe aufgetreten sind und ein klinischer Hinweis auf einen Herd und einen weiteren (aus z.B. Zusatzuntersuchungen wie evozierte Potenziale oder MRT) vorliegt.

Für weitere Informationen siehe auch unter Diagnosesicherheit und diagnostische Kriterien.

Klinisch_möglich
Erstmalige und vieldeutig auftretende Beschwerden, die sich nur auf einen Ort des ZNS beziehen lassen.

Klinisch_stumm
Dabei handelt es sich um Veränderungen, die durch Zusatzuntersuchungen festgestellt wurden und durch den Patienten jedoch nicht durch Beschwerden erkannt oder empfunden wurden.

Klinisch_wahrscheinlich
  • eine (klinisch) wahrscheinliche MS liegt dann vor, wenn mindestens ein oder zwei verschiedene Bereiche des ZNS durch Schübe betroffen sind und ein klinischer oder paraklinischer Nachweis vorliegt.
  • bei zwei Schüben genügt auch schon eine nachweisbare Läsion (mehr dazu unter Poserkriterien).

Klinische_Prüfung
Bei einer "klinischen Prüfung" wird die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Therapien, Behandlungsmethoden oder eines neuen Medikamentes an dem Patienten direkt getestet.

Klistier
Abführmittel, das bei Verstopfung in den After eingeführt wird.

Klon
Eine Nachkommensgruppe, mit einheitlicher Genetik.

Klonen
Ein Objekt vervielfältigen, mit den genau gleichen genetischen Eigenschaften.

Kloniform
Von einem Klonus begleitet.

Klonus
Rhythmisches mit schnell aufeinander folgenden Zitterbewegungen, näheres siehe unter Achillessehnen-Reflex.

Klysma
Dabei handelt es sich um einen Darmeinlauf.

Klysmen
Mehrzahl von Klysma.

Knie-Hacken-Versuch
Hierbei handelt es sich um einen Zeigeversuch, ähnlich dem Finger-Nase-Versuch, allerdings wird hier nicht mit dem Finger sondern dem Fuss gearbeitet. Bei dem Versuch soll der Patient sitzend und mit geschlossenen Augen mit der Ferse des einen Fusses auf das Knie des anderen Beines aufsetzen und langsam das Schienbein entlang runter fahren.

Kognition
Die Kognition vereint die Gesamtheit der geistigen Leistungsfähigkeit.

Kognitiv
Betrifft die geistigen Fähigkeiten, wie verstandesmässiges Denken und Erkennen.

Kognitive_Funktion
Die kognitive Funktion ist die Sammelfunktion für geistige Funktionen und Fähigkeiten.

Kognitive_Nebenwirkungen
Durch kognitive Nebenwirkungen werden die geistigen Leistungsfähigkeiten eingeschränkt.

Kognitive_Störungen
In der Fachsprache wird die Bezeichnung "kognitive Störungen" verwendet, wenn die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist. Dies beinhaltet z.B. die Konzentration, Aufmerksamkeit und das Gedächtnis (Kurzzeitgedächtnis). Früher konnten keine Zusammenhänge zwischen diesen Störungen und einer MS erkannt werden, doch heute weis man, dass fast jeder zweite Betroffene darunter leidet.

Kohabitation
Geschlechtsverkehr

Kohlenhydrate
Kohlenhydrate kommen in Lebensmitteln in Form von Zucker, z.B. als Trauben-, Frucht- oder Haushaltszucker, als Stärke in Kartoffeln und Getreideprodukten oder als unverdauliche Ballaststoffe vor.

Koinzidenz
Ein gleichzeitiges Auftreten, jedoch ohne ursächliche Beziehung.

Kollagen
Gerüsteiweiss

Kollaps
Ein plötzlicher Zusammenbruch, z.B. Kreislaufkollaps.

Kollektiv
In der Medizinersprache verbirgt sich die "untersuchte Patientengruppe" dahinter.

Kolon
Dickdarm

Kombination
Verbindung; Verknüpfung oder ein gleichzeitiges Auftreten mehrerer Geschehnisse.

Kombinationstherapie
Die Behandlung mit mehreren verschiedenen Medikamenten gleichzeitig (keine Seltenheit heut zu Tage mehr).

Kommunikation
Verständigung zwischen mindestens zwei Personen.

Kompensieren
Ersetzen oder ausgleichen.

Kompetenz
Die Befugnis für Entscheidungen zuständig und berechtigt zu sein.

Komplement
Biologisch aktive Eiweissstoffe (lösliche), die überwiegend mit Zellmembranen reagieren und ein fester Bestandteil der angeborenen Immunität ist.

Komplementsystem
siehe dazu unter Komplement.

Komplex
Zusammengesetzt oder kompliziert.

Komplexe_fokale_Anfälle
Das sind die epileptischen Anfälle mit komplexer Symptomatik und gleichzeitigen Bewusstseinstörungen.

Komplikation
Schwierige Auseinandersetzung, zusätzliche Verschlimmerung oder Erschwerung.

Kompliziert
Schwierig

Komponente
Ein Bestandteil

Konfluenz
Ein Zusammenfluss

Konfluierend
Zusammenfliessend, z.B. verschiedene Herde die nebeneinander liegen.

Konfrontation
Auseinandersetzung von zwei anders denkenden Menschen, die versuchen ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen (nur mit Worten!).

Konfrontationstherapie
Arzt und Patient sitzen oder stehen sich gegenüber, wobei der Arzt mit seinen Fingern oder anderen Gegenständen das Gesichtsfeld des Patienten überprüft.

Konfus
Verwirrt oder durcheinander.

Konfusion
Durcheinander oder Verwirrung

Kongenital
Angeboren, ist seit der Geburt vorhanden.

Konkordanz
Eine Übereinstimmung.

Konkret
Etwas wirklich genau (exakt) auf den Punkt bringen.

Konsens
Eine Einwilligung oder Zustimmung.

Konservative_Behandlung
Eine Behandlungsform, bei der nicht operiert wird, sondern in den meisten Fällen mit Medikamenten versucht wird, etwas zu erhalten (z.B. einen bestimmten Gesundheitszustand).

Konstitutionell
Etwas durch die Anlagen bedingt.

Konstitutiv
Etwas wesentliche oder grundlegende.

Konstriktion
Zusammenziehen, z.B. eines Muskels.

Konstruktion
Aufbau und Entwürfe anfertigen (z.B. im Maschinenbau, Architektur usw.).

Konstruktiv
In Richtung der abstrakten Kunst gehend.

Konsultation
Ein beratender Besuch, z.B. bei einem Arzt).

Kontext
Zusammenhang.

Kontinuierlich
Etwas andauerndes oder dauerhaft wiederkehrendes.

Kontraindikation
Eine Nichtanwendbarkeit, Gegenanzeige oder Anwendungseinschränkung.

Kontraindiziert
Es wird etwas auf keinen Fall angezeigt (nicht anzuwenden).

Kontraktion
Gelenkversteifung oder eine dauerhafte Anspannung bzw. Verkürzung eines Muskels.

Kontrakur
Eine Gelenkversteifung.

Kontralateral
Gegenseitig (auf der gegenüberliegenden Seite).

Kontrastmittel
Wird zur besseren Darstellung von z.B. Krankheitsherden bei MRT-Untersuchungen benötigt.

Kontrazeption
Dabei handelt es sich um die Empfängnisverhütung.

Kontrazeptivum
Empfangsverhütungsmittel (wie z.B. die Pille).

Kontusion
Eine Quetschung oder Prellung.

Konus-Syndrom
Darm- und Blasenentleerungsstörungen sowie Gefühlsstörungen, sie sind dem Krankheitsbild für eine Schädigung der Cauda oder der Cauda-equina entsprechend.

Konvergenz
Die Stellung der Augen mit überkreuzenden Blickrichtungen.

Konvergenzreaktion
Eine Verengung der Pupillen bei einer Konvergenzstellung.

Konvulsion
Ein unwillkürliches Muskelzucken (auch Zittern, Krampf bzw. Anfall).

Konvulsiv
Mit Konvulsionen einhergehend.

Konzentrisch
Die Anordnung um einen gemeinsamen Mittelpunkt.

Konzentrische_Sklerose
Eine mögliche und wahrscheinliche Sonderform der multiplen Sklerose. Sie tritt überwiegend bei Kindern und Jugendlichen mit allmählich zunehmender spastischer Tetraparese auf.

Kooperation
Die Kooperation ist eine Zusammenarbeit.

Koordination
Eine geordnetes Zusammenwirken bzw. gute Abstimmung, z.B. von Bewegungsabläufen beim Grifen und Gehen.

Kornealreflex
Nach Berührung der Hornhaut eines Auges, tritt ein Fremdreflex (blinzeln der Augenlieder) auf.

Koronar
  1. die Schnitt- und Bildebene, wie es z.B. der einer MRT-Untersuchung Standart ist, wobei das Gehirn in feinen Scheiben von Vorne nach Hinten dargestellt wird.
  2. könnte es die Herzkranzgefässe betreffen.

Korrektur
Eine Berichtigung bzw. Verbesserung.

Korrelation
der rechnerische Zusammenhang zwischen mehreren Merkmalen (z.B. Dosis und Wirkstoffkonzentration / -anteil).

Korrelieren
Hier hängt etwas zusammen (zusammenhängend).

Kortex
Die äussere Schicht (Hirnrinde) des Gross- und Kleinhirns (siehe Bild * ).

Kortikal
Betrifft die Hirnrinde.

Kortikale_Funktionen
Funktionen, die von der Hirnrinde gesteuert werden.

Kortikoide
Eine bestimmte Gruppe von Substanzen der Cortisone und deren Abkömmlingen, die auf dem natürlichen Weg in der Nebennierenrinde gebildet werden (für mehr Informationen über Kortikoide, siehe unter Akutbehandlung).

Kortikospinal
Betrifft das Rückenmark und die Hirnrinde.

Kraftgrad (Danke, Korrektur am 07.03.07 durch aufmerksamen Leser!)
Der Schweregrad einer Kraftminderung (auch Parese genannt) oder Lähmung.

  Kraftgrad Beschreibung dazu
5 Ganz normale, also volle Kraft ist vorhanden.
4 Bewegungen (bzw. ein Erheben der Extremität) sind gegen die Schwerkraft und gegen zusätzlich (vom Arzt) ausgeübten Widerstand möglich.
3 Bewegungen oder Anhalten gegen die Schwerkraft ohne Unterstützung von Aussen.
2 Bewegungen werden nur mit Unterstützung von Aussen gegen die Schwerkraft überwunden.
1 Muskelkontraktionen sind sichtbar (oder fühlbar), es kommt aber keine Bewegung mehr zustande, auch nicht bei Ausschalten der Schwerkraft. Mit einer Einschränkung des Bewegungsumfangs hat das nicht zu tun. Solche enstehen eher bei Gelenkerkrankungen oder anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates, eher weniger bei Paresen. Können natürlich aber im weiteren Verlauf bei Bewegungsunfähigkeit einer Extremität durch Kontrakturen entstehen.
0 Keine Bewegung und auch sonst keine sichtbare (oder fühlbare) Aktivität des entsprechenden Muskels.

Krampfanfall
Dahinter verbirgt sich lediglich eine andere Bezeichnung für konvulsiven epileptischen Anfall.

Kranial
Zum Kopf hin liegend.

Kraniell
Den Schädel betreffend.

Krankheitszeichen
Das sind die Symptome oder Untersuchungsbefunde.

Kribbelparästhesien
Missempfindungen wie z.B. das Gefühl des Ameisenlaufens oder eingeschlafenen Gliedern, die ohne jegliches Einwirken von äusseren Reizen auftreten.

Kriminell
Verbrecherisches, unter Strafe stehendes Handeln.

Kriterium
Unterscheidendes Merkmal, Richtlinie oder Massstab.

Kryotherapie
Dahinter verbirgt sich die Kältetherapie.

Kumulation
Die Anhäufung oder Verstärkung, z.B. bei Beibehaltung der Wirkung eines Medikamentes, obwohl die angefangene Dosis reduziert worden ist (wie beim Ausschleichen).

Kumulativ
Zusammengenommen oder sich anhäufend.

Kumulieren
Sich anhäufen.

Kurtzke-Skala
Das ist die EDSS-Skala.

Kurzzeitgedächtnis
Das ist das unmittelbare Gedächtnis, das den Sachverhalt von Geschehnissen die in diesem Augenblick ablaufen, nur für wenige Sekunden behält.

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