F

FAEP
F (frühe) A (akustisch) E (evozierte) P (Potenziale)

Fahrtauglichkeit
Grundsätzlich ist nur mit der Diagnose MS die Fahrtauglichkeit nicht gefärdet. Erst wenn es zu größeren und schwereren Behinderungen kommt, kann dies der Fall. Deshalb aber gleich den Führerschein abzugeben, muß nicht sein. Schließlich können sich Symptome wieder zurück bilden und für einige Behinderungen kann durch technische Hilfsmittel abhilfe geschaffen werden. Wenn der Führerschein erst einmal abgegeben wurde, ist es nur schwer möglich ihn wieder zu erlangen.

fakultativ
wahlweise, nicht zwangsläufig.

Farbensehen
Das erkennen von Farben (besonders Rot), kann bei einer MS durchaus vorkommen. Für die Farbwahrnehmung werden mehr Sinneseindrücke benötigt, als "nur" für die Hell-Dunkel- Wahrnehmung. Hier kommt es zu einer Störung der zentralen Netzhautabschnitte, in denen die Nervenfasern von einer Optikusneuritis betroffen sind. Anders als die Störungen der Sehschärfe und des Gesichtsfeldes, bleibt das Farbensehen häufig bestehen.

Fatigue
MS-Fatigue, Ermüdbarkeit. Eines der am häufigsten geklagten Symptome der MS ist wohl "diese plötzlich auftretende unbeeinflußbare tiefe Müdigkeit", die immer wieder zu Pausen zwingt und auch zur Verstärkung der bestehenden Beschwerden führen kann. Viele Dinge, die der Patient bisher selbstverständlich erledigen konnte, sind plötzlich nicht mehr möglich. Dies führt oft zu völligem Unverständnis seitens der Arbeitskollegen und auch in der Familie kann es zu Problemen führen. Der ungeduldige Ratschlag, "sich doch zusammenzunehmen, es wäre ja gerade noch gegangen!" ist nicht nur ungerechtfertigt, sondern obendrein noch völlig sinnlos. Es bleibt dem Patienten wirklich nichts anderes übrig, als öfter Pausen einzulegen und vor allem selbst zu akzeptieren, daß er schneller ermüdet. Dies sollte natürlich auch am Arbeitsplatz berücksichtigt werden. Ohnehin neigt der Patient dazu, sich die gleichen Leistungen abzufordern, wie ein Gesunder sie erbringt. Doch diese Einstellung ist schädlich, denn die ständige Überforderung führt nur zu einer zusätzlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes und aktiviert erst recht den Entzündungsprozeß. Also immer wieder die notwendigen Pausen einlegen!!

Fazialisparese
Lähmung der Gesichtsmuskulatur, möglich bei MS durch den Befall des Gesichtsnervs (Nervus facialis).

Fazilitation
Bahnung, Erleichterung.

Feinmotorik
Das Ausführen von "feinen" Bewegungen der Finger bzw. Hand, wie z.B. beim Schreiben (krakelige/ungelenkige Schrift) oder Zuknöpfen von Kleidungsstücken.

Fett
Fett ist ein konzentrierter Energielieferant und wird im Körper zu Fettsäuren und Glyzerin abgebaut. Eine gewisse Menge Fett in der Nahrung ist lebensnotwendig; dadurch wird der Organismus mit fettlöslichen Vitaminen und lebensnotwendigen Fettsäuren versorgt.

fibrotisch
Bindegewebig (umwandelt), vernarbt.

Fieber
Durch Fieber könnte ein neuer Schub ausgelöst werden, oder bestehende Störungen könnten sich verstärken. Fieber kann kann z.B. auch die Folge von Nebenwirkung einiger Medikamente auftreten.
Des weiteren senkt Fieber die Leitfähigkeit unserer z. T. sowieso schon vernarbten und somit nur eingeschränkt funktionstüchtigen Nerven und die erhörte Körpertemperatur wirkt auf eventuell im Körper ablaufende entzündliche Prozesse wie ein Brutkasten, der die Entzündung noch weiter fördert.

Finger-Versuch
  Finger-Finger-Versuch (FFV):
Hierbei handelt es sich um einen Zeigeversuch, bei dem der Patient mit geschlossenen Augen und ausgestreckten Armen versucht, die Fingerspitzen des Zeigefingers aufeinander zu führen. Unsicherheiten haben ihre Ursache bei einer gestörten Funktion des Kleinhirns. Dies kommt häufig bei MS vor.
Finger-Nase-Versuch (FNV):
Hierbei handelt es sich um einen Zeigeversuch, bei dem der Patient mit geschlossenen Augen und ausgestreckten Armen versucht, die Fingerspitze eines Zeigefingers auf die Nasenspitze zu führen (siehe Bild * ). Unsicherheiten haben ihre Ursache bei einer gestörten Funktion des Kleinhirns. Dies kommt häufig bei MS vor.

Fingerperimetrie
Überprüfung des Gesichtsfeldes durch Fingerbewegungen des Untersuchers (Arztes), in dem die Haut berührt wird.

Fixationsschwäche
Sehschwäche, den Blick genau auf einen bestimmten Punkt oder Gegenstand zu richten und zu halten (z.B. bei dauerhafter Änderung des Hintergrundes).

Flexion
Beugung, z.B. eines Gelenks.

Flexoren
Beugemuskeln

Flexorspasmus
Erhöter Tonus, (erhöhte Anspannung, Verkrampfung) in Beugemuskeln (Flexoren). Kann bei der MS z.B. in den Armen vorkommen.

Fluktuation
Schwankung, bei der MS z.B. der Stimmungslage und/oder der Gedächtnisleistung.

Fluocortolon
Fluocortolon ist eine Wirkstoff und gehört zu der Gruppe der Kortikoide. Es ist z.B. in dem Medikament Ultralan enthalten.

fokal
Herdförmig, umschrieben als nur einen Teil des Gehirns betreffend.

fokaler_Anfall
Epileptischer Anfall, der nur einen Teil des Gehirns betrifft, ohne oder mit Bewusstseinsstörung.

fokale_Ausfälle
Ausfälle, die nur einen Teil des Gehirns betreffen, wie z.B.: Gesichtsfeldausfälle, Lähmung eines Arms- bzw. Körperhälfte oder Sprachstörungen.

Fokus
Umschriebener Ausgangspunkt, der den Herd für Störungen bei Krankheiten betrifft.

Fokussieren
Genaues Ansehen, Verdeutlichen, Hervorheben, Einstellen eines scharfen Sehens (an den Augen).

Folsäure
Vitamin der B-Gruppe mit der Bedeutung für den Zellstoffwechsel. Ein Mangel könnte Störungen der Blutbildung hervorrufen.

Foramina
Ein- bzw. Ausgangsöffnung des Gehirnschädels für das Rückenmark, Blutgefäße und Hirnnerven.

foudryant
Blitzartig einsetzend und sehr rasch verlaufend.

Fraktur
Bruch, z.B. eines Knochen.

Fremdanamnese
Schilderung der Krankheitsvorgeschichte mit Entwicklung der jetzigen und früheren Beschwerden sowie der durchgeführten Untersuchungen und Behandlungen durch Angehörige und evtl. dritten Personen.

Fremdreflex
Reflex, bei dem Reiz- und Erfolgsorgan verschieden sind, z.B. ein Hautreiz, der zu einer Muskelanspannung führt.

Frequenz
Die Häufigkeit.

Freßzelle
(weiteres siehe unter Zelle).

Friedreich-Ataxie
Die Friedeich-Ataxie ist eine erhebliche Systemerkrankung mit Ataxie und auch anderen Zeichen, die einer MS sehr ähnlich sind.

Friedrich Theodor von Friedrichs
1849 wurde von dem deutschen Arzt Friedrich Theodor von Friedrichs erstmals zu Lebzeiten eines Betroffenen die Diagnose einer MS gestellt.

Frontlappen
Stinlappen des Gehirns.

FSME
Frühsommer-Meningoenzephalitis

Fundoskopie
Augenspiegelung, hier wird der Augenhintergrund betrachtet.

Funktionsstörung
Störung einer normalen Tätigkeit oder Leistung, z.B. des Gedächtnisses im Schläfenlappen.

Fußklonus
Schnelle rhythmische, aufeinanderfolgende Zuckungen (Bewegungen) des Fußes, die nicht von alleine aufhören (stärkste Form einer Reflexsteigerung, siehe auch Pyramidenbahnzeichen).

* Sollte mit diesem Bild eine Verletzung des Copyright vorliegen, so bitte ich um entsprechende Nachricht !

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