E

E.d._/_ED
E (Encephalomyelitis) D (disseminata) - übersetzt heißt das etwa, Entzündung an vielen weit verstreuten Stellen.

EAE
E (experimentell) A (allergischen) E (Enzephalomyelitis) - Modell der MS bei Tierversuchen.

EDSS
Die EDSS-Skala wurde von dem amerikanischen Neurologen Kurtzke (deshalb auch unter Kurtzke-Skala bekannt) entworfen. Sie soll zur Einschätzung eines Behinderungsgrades, durch eine MS bedingt, hilfreich sein (EDSS-Skala zeigen).

EEG
E (Elektro) E (enzephalo) G (Graphie) - Ableitung und Aufzeichnung der Spannungsschwankungen des Gehirns von der Kopfoberfläche.

Eigenbluttherapie
Bei einer Eigenbluttherapie kann als Nebenwirkung die gleichzeitige Anreicherung des Blutes mit Ozon möglich sein und kann daher zu Verschlechterungen führen.

Eigenständigkeit
Die Eigenständigkeit eines an MS Erkrankten kann am besten mit Hilfe von einer Kombination durch Krankengymnastik und Ergotherapie erreicht und gehalten werden.

eindeutige_MS
Eine klinisch sichere (andere Bezeichnung: klinisch eindeutige oder klinisch gesicherte) MS liegt also vor, wenn mindestens zwei Schübe aufgetreten sind und klinische Hinweise auf mindestens zwei Herdbefunde vorliegen (siehe A1).

eineiige_Zwillinge
siehe Erbanlagen.

Eiweiß
Eiweiß ist in erster Linie Baustoff für körpereigene Substanzen z.B. für Enzyme, Hormone oder Gewebe wie z.B. Organe und Muskeln.

Eiweißharnen
Albuminurie, ein dauerndes auftreten von Eiweiß im Harn ist ein Anzeichen einer Nieren-, Herz- oder Infektionskrankheit.

Eiweißkörper
Der Eiweißkörper ist eine umfangreiche Klasse von organischen und chemischen Verbindungen, die aus Aminosäuren durch Peptidbindungen kettenartig zusammengesetzt sind. Sie enthalten vereinzelt auch Phosphor und Halogene. Sie werden in der lebenden Zelle durch Vermittlung der Nucleinsäuren des Zellenkerns gebildet und sind für Bestehen und Ernährung aller Lebewesen unentbehrlich.

Ejakulation
siehe Sexuelle Störungen.

Elektronenzephalogramm
EEG, hierbei werden elektrische Spannungsunterschiede, die in sehr schwacher Form auch in Nerven- und Muskelzellen vorhanden sind, bei spontan auftretenden Potentialschwankungen erfasst. Für eine erstmalige Untersuchung, bei Verdacht auf MS, stellt ein EEG eine sinnvolle Untersuchung dar.

Elektronenzephalographie
siehe EEG.

Elektrokardiogramm
E (Elektro) K (kardio) G (Gramm) - Aufzeichnung der von der Tätigkeit der Herzmuskulatur verursachten Spannungsschwankungen.

Elektromyographie
Eine E (Elektro) M (myo) G (Graphie) ist nur sinnvoll, wenn der Verdacht auf eine andere bzw. zusätzliche Störung überprüft werden soll.

Elektronystagmographie
Als E (Elektro) N (nystagmo) G (Graphie) wird die elektrische Aufzeichnung von Augenbewegungen bezeichnet. Die bei einer MS häufig betroffenen Nervenzellen im Hirnstamm und Kleinhirn steuern die Augenbewegungen. Die Beweglichkeit der Augen ( Okulomotorik) ist auch sehr häufig gestört. Die vorher um die Augen angebrachten Oberflächenelektroden (siehe Bild * ) leiten mögliche Reize (z.B. zeigen von beweglichen Streifenmustern) über häufige, krankhaft ruckartige Augenbewegungen (Nystagmus) ab (Bild eines Befundes).

Elektrophorese
Bei der Elektrophorese handelt es sich um eine Auftrennung von Eiweißstoffen im Liquor oder Blut.

Elektrotherapie
Die Elektrotherapie dient der therapeutischen Anwendung mittels elektrischen Strom (wie z.B. Wechsel- oder Gleichströme sowie die Ultrareizstromtherapie).

Embolie
Blutgefäßverstopfung, siehe hierfür auch unter Thrombose.

Empfänglichkeit
"Anlagen" einer Empfänglichkeit für MS, können mit einer HLA-Typisierung (immunologische Merkmale der weißen Blutkörperchen) unter bestimmten Umständen nachgewiesen werden.

  Merkmal: Häufigkeit bei MS: Kontrollen gesunder Personen:
A3 40% 25%
B7 45% 25%
DR2 70% 20%

Empfängnisverhütung
Bei der Anwendung von manchen Medikamenten, sollte Grundsätzlich auf eine Empfängnisverhütung geachtet werden. Dies gilt sowohl für die Frau als auch für den Mann. Siehe auch unter Antibabypille.

Encephalitis_periaxialis_diffusa
Wahrscheinliche Sonderform der MS. Sie tritt überwiegend bei Kindern und Jugendlichen auf. Anzeichen dafür sind:
  • allmählich zunehmende spastische Tetraparese
  • Sprachstörungen
  • epileptische Anfälle
  • Demenz
  • Hyperkinesen
  • Virusverfall

Encephalomyelitis
Entzündung des Gehirns und Rückenmarks (nur eine andere Bezeichenung für MS..

endokrin
Nach innen gerichtet.

endokrine Drüse
Eine Drüse mit inner Sekretion.

Entmarkung
Zerstörung der Markscheide von Nervenfasern im ZNS (siehe auch unter Myelin)

Entzündungen
Entzündungen lassen sich bei der MS im Liquor (Nervenwasser) durch eine Lumbalpunktion und im Gehirn durch eine MRT-Untersuchung feststellen.

Enzephalon
Bezeichnung für das Gehirn

Enzyme
Enzyme beschleunigen und lenken chemische Reaktionen im Körper.

Ependym
Das Ependym ist die innere Auskleidung des Zentralkanals im Rückenmark und der Hirnkammern.

Epilepsie
Ist der Oberbegriff für Störungen oder Krankheiten, die mit chronischen, wiederholt auftretenden epileptischen Anfällen (z.B. als Krampfanfall) einhergehen.

Erbanlagen
Die MS ist nicht ansteckend und nicht vererbbar. Bestimmte "Empfänglichkeitsanlagen" (Gene) könnten evtl. auf das Kind übertragen werden. Die Möglichkeit aber ist so gering, daß aus diesem Grund nicht auf einen möglichen Kinderwunsch verzichtet werden muß oder sollte.
  Quelle: GSGN e.V. (Gesellschaft zum Studium biochemischer und prozesskinetischer Grundlagen autoimmunologischer Neuropathien) / Berlin.
Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, daß verschiedene Krankheitsformen auf einen oft geringfügigen genetischen Defekt zurückzuführen sind. Im Falle der MS vermuten verschiedene Wissenschaftler, daß neben der bekannten Autoaggression des Immunsystems eine genetisch bedingte, vom (weiblichen) X-Chromosom gesteuerte Unterfunktion eines im Stoffwechselprozess wichtigen Enzyms wirksam ist. Biochemiker sprechen von einer sog. Hypoenzymopathie im Ornithinzyklus.
Wie den einschlägigen Unterlagen zu entnehmen ist, erfahren alle Enzymleistungen des Ornithinzyklus (Harnstoffzyklus) ihre Steuerung durch das oben genannte X-Chromosom. Dieser Ornithinzyklus findet in den sog. Mitochondrien statt, die ebenfalls maternalen (mütterlichen) Ursprungs sind. Der Grad der Unterfunktion dieses Enzyms und/oder der sog. Ornithin-Transferase II bewirkt unterschiedliche Interaktionen mit dem äußerst sensibilisierten Immunsystem bei MS.
In Überschneidung beider Reaktionsbereiche sind biochemische und immunbiologische Folgereaktionen zu erwarten. Sie könnten mit den klinischen und paraklinischen Befunden eines Schubes einhergehen.

Erektion
Versteifung des männlichen Gliedes (Penis), weiteres siehe auch unter Sexuelle Störungen.

Ergotherapie
Unter Ergotherapie versteht man eine besondere Form der Aktivierungs- und Beschäftigungstherapie, bei der unter Anleitung eines Ergotherapeuten Tätigkeiten des täglichen Lebens praktisch geübt und (wieder) erlernt werden. Ergotherapie ist darauf ausgerichtet, neben der Bewegungsfähigkeit, Körperwahrnehmung und Sensibilität auch Körperfunktionen wie Gedächtnis und Konzentrationsvermögen oder Leistungsfähigkeit und Ausdauer zu trainieren und zu fördern. Das Behandlungsziel besteht darin, krankheitsbedingt eingeschränkte oder sogar verlorengegangene Bewegungsabläufe und Funktionen zu üben, auszugleichen oder durch Hilfsmittel zu ersetzen.

Erkrankungsalter
Bei zwei Drittel der MS-Betroffenen kommt die Erkrankung zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr zum Vorschein (siehe Bild * ).

Erkrankungsrisiko
Die folgenden Punkte geben einen Überblick, über das mögliche Erkrankungsrisiko:

Erkrankungswahrscheinlichkeit
siehe unter Erkrankungsrisiko.

Ernährung
siehe bei Diäten unter allg. zur Ernährung.

Erreger
Erreger die eine MS auslösen könnten, sind bis zum heutigen Tag nicht erforscht und bekannt. Jedoch sollte sich jeder MS-Betroffene darüber im klaren sein, daß es doch einige gibt, die Krankheitsschübe unterstützend auswirken können.

Erscheinungsbilder
Bei der multiplen Sklerose gibt es keine "typischen" Verlaufsformen, die für alle betroffenen Patienten zutreffend und vorhersehbar ist. Deshalb trägt sie auch nicht umsonst den Namen, als die "Krankheit mit den 1000 Gesichtern".
Bereits bekannte Verlaufsformen sind zum Beispiel der schubförmige Verlauf und eine Vielzahl von chronischen Verlaufsformen.

Erschöpfbarkeit
siehe unter Fatigue.

Erstmanifestation
siehe unter Erstsymptome.

Erstsymptome
Wie bei den Erscheinungsbildern bereits angesprochen, gibt es eine ganze Menge von unterschiedlichen Verlaufsformen und damit auch sehr unterschiedlichen Anfangsbildern. In der aufgeführten Tabelle finden Sie die häufigsten Anzeichen, die auf eine MS hinweisen können. Bei einem auftretenden Erstsymptom (auch Erstmanifestation genannt) muß aber nicht gleich eine bestehende MS befürchtet werden, denn es gibt noch viele andere Krankheiten, die ebenfalls mit diesen Symptomen erscheinen können. Die Diagnose ist nur mit bestimmten Untersuchen zu "sichern".

  Häufigkeit der Symptome
Gefühlsstörungen in Armen und Beinen 33 %
Gang- und Gleichgewichtsstörungen 18 %
Sehminderung eines Auges 17 %
Doppelbilder 13 %
Kraftlosigkeit 10 %
Zeichen einer Querschnittsmyelitis 6 %
Gefühlsstörungen im Gesicht (wie Betäubt) 3 %
Lhermitte-Zeichen 3 %
Schmerzen 1 %

Essentielle_Fettsäuren
Essentielle Fettsäuren sind lebensnotwendige Fettsäuren, die der Körper nicht selber herstellen kann. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

evozierte_Potenziale
Hierbei werden von der Körperoberfläche (über die Kopfhaut, dem Rückenmark und Nervengeflechten) durch elektronische Verstärker nach vielfacher Mitteilung abgeleitete Spannungsschwankungen erkannt. Diese sind für die Diagnostik der MS sehr wichtig, weil sich Veränderungen nachweisen lassen, die weder mit anderen Untersuchungsmethoden noch von den Betroffenen selbst bemerkt werden. Weitere Informationen finden sich unter AEP, SEP und VEP.

Extremität
Extremitäten sind die Endteile des Körpers, wie z.B. die Gliedmaße Arme und Beine.

* Sollte mit diesem Bild eine Verletzung des Copyright vorliegen, so bitte ich um entsprechende Nachricht !

Datum der letzten Änderung: