AAAbkürzung für Arterie, Schlagader. AAT Abkürzung für Achener-Aphasie-Test AAK Abkürzung für Antigen-Antikörper-Komplex Abasie Gehunfähigkeit Abblassung Eine Abblassung (weißliche Verfärbungen) des Sehnervenendes im Inneren des Auges, welches sich durch eine Augenspiegelung erkennen läßt. Abduzensparese Eine Lähmung des 6. Hirnnerv. Abduktion Bewegungen, die vom Körper weg gehen. Abduktor Der Abspreizmuskel ist zuständig, für Bewegungen, die vom Körper weggehen. Abhängigkeit Die Gewöhnung des Körpers (z.B. an Medikamente, Nikotin, Alkohol) oder der Psyche. Ableitung Eine Ableitung erfolgt durch:
Hier liegt ein "nicht normales" Verhalten oder Laborergebnisse vor. abortiv Beschreibt etwas, das "verkürzt verläuft". abrupt Etwas plötzliches, unerwartetes, unvorhergesehenes, unangemeldetes oder von heute auf morgen eintretendes. Abstinenz Auf diverse Dinge widerstehen oder fernhalten. Abstraktion Hier wird ein Rückschluß von etwas Besonderem auf Allgemeines gezogen. Abstraktionsvermögen Vermögen der Abstraktion, auch kognitive Störungen werden hierzu gezählt. Abusus Eine übermäßige (missbrauchte) Einnahme. Abwehrlage Mit der Abwehrlage wird der Zustand des Immunsystems auf seine Funktion beschrieben. Abwehrprozesse Anhand der Zahl und Aktivität bestimmter weißer Blutzellen (Formen von T-Lymphozyten) sowie verantwortliche Eiweißsubstanzen im Liquor (oligoklonale Banden oder Immunglobuline G), kann eine veränderte Abwehrreaktionen des Körpers festgestellt werden. Abwehrsystem Das Abwehrsystem bzw. Immunsystem (siehe Bild * ), dient der Bekämpfung und Beseitigung von körperfremden Substanzen. Abwehrzellen und bestimmte Eiweißstoffe versuchen in einem Zusammenspiel an daß gemeinsame Ziel zu gelangen. Abwehrzellen Bei der MS produzieren die Abwehrzellen viele Eiweißstoffe, die wiederum Abwehrreaktionen und dadurch Entzündungen begünstigen können. Eine wichtige Rolle spielen die Lymphozyten bei den Abwehrzellen, diese sind eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Körperfremde Eiweiße (sog. Antigene), die von anderen Körperzellen aufgenommen werden und sich an deren Oberfläche befinden, können von T-Lymphozyten erkannt werden. Für diesen Vorgang sind bestimmte Antigene der weißen Blutkörperchen, sog. humane Leukozyten-Antigene (HLA) erforderlich. Von außen eingedrungene Antigene werden dann bei einer Entzündungsreaktion vernichtet. Diverse Eiweißstoffe (z.B. Interferone) kontrollieren diesen Vorgang und können ihn sowohl hemmen als auch aktivieren. Somit erfüllen die T-Lymphozyten eine Schutzfunktion des ZNS. Acetylsalicylsäure Wirkstoff eines einfachen Schmerzmittels, wie z.B. Aspirin. Achillessehne Damit ist die Sehne an der Ferse gemeint (siehe Bild * ). Achillessehnenreflex Der Achillessehnen-Reflex ist ein abnorm gesteigerter Reflex, was sich durch ein rythmisches Zittern des Fußes beim Auftreten (Belasten) bemerkbar machen kann. In der Fachsprache als Klonus bezeichnet. Weil dieses Zittern aber auch bei gesunden auftreten kann, sollte es nicht gleich als spastisches Syndrom ausgelegt werden. Achsenzylinder Damit ist das Axon (siehe Bild * ) als zentraler Teil des Nervenzellfortsatzes gemeint. Aciclovir Folgende Information stammt aus der MS-Mailingliste: Patienten mit geschädigter oder (vor allem) stark geschädigter Immunabwehr 4x 400mg (s.u.). Dos.: Erw.: Therapie: 5mal tgl. 200 mg Aciclovir (alle 4 Std.); Prophyl. v. schw. rezidiv. genitalen Inf.: Pat. m. gesunder Immunabwehr: 4mal tgl. 200 mg (alle 6 Std.) od. 3mal tgl. 200 mg (alle 8 Std.) od. 2mal tgl. 200 mg (alle 12 Std.); Pat. m. geschädigter Immunabwehr: 4mal tgl. 200 mg (alle 6 Std.); Pat. m. stark geschädigter >Immunabwehr: 4mal tgl. 400 mg (alle 6 Std.). Kdr.: über 2 J.: Erwachsenendosis, unter 2 J.: Hälfte der Erwachsenendosis. Dosisanpassung (über den Arzt) bei Niereninsuffizienz (Auszug aus der ROTEN LISTE 98) ACTH ACTH (Abkürzung für adreno-corticitropes Hormon) ist ein natürliches Hormon, das von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ausgeschieden wird. ACTH regt z.B. die Nebennierenrinde dazu an, Cortison zu bilden und spielt auch noch weiter eine große Rolle bei vielen Vorgängen im menschlichen Körper. Adaptation Die Anpassung, z.B. des Auges an die Lichtempfindlichkeit aufgrund der Beleuchtung. Adaptieren Sich an etwas gewöhnen oder sich auf etwas anpassen. Adäquat Ein entsprechendes (erwartetes) bzw. angemessenes Verhalten. ADE[M] Die Akute disseminierte Enzephalomyelitis - abgekürzt ADEM - ist eine seltene, akut entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die häufig 1-4 Wochen nach einer Infektion oder auch nach einer Impfung auftritt. Ist anamnetisch keine vorangegangene Infektion erhebbar, bleibt oft unklar, ob es sich nicht um den Beginn einer MS handelt, zu der fließende Übergänge bestehen. Meist sind Kinder betroffen. Über dem 40 Lebensjahr ist die Erkrankung selten. Die klinische Symptomatik ist - abhängig von der Lokalisation der Läsionen - sehr unterschiedlich, umfasst meist aber auch neuropsychologische Symptome wie eine psychomotorische Verlangsamung oder Bewusstseinstrübung (Lethargie, Delirium, Koma). Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Erbrechen, epileptische Anfälle, ein Querschnittssyndrom, inkomplette oder halbseitige Lähmungen, ataktische Gangstörungen und vor allem auch eine beidseitige Entzündung des Sehnerven mit Sehstörungen können ebenfalls auftreten. Im Unterschied zu den meisten Formen der MS gibt es bei der ADEM meist keinen schubartigen Verlauf. Die Prognose ist insgesamt günstig. Die Mehrzahl der Patienten erholt sich vollständig, seltener kommt es zu einer Defektheilung. Sehr schwere (fulminante) Verläufe können tödlich verlaufen (sehr selten).
Eine noch seltenere Sonderform stellt die sogenannte multiphaschische ADEM dar. Hierbei handelt
es sich um eine Form, bei der mehere Schübe auftreten können. Eine multiphasische ADEM ist
schwer von einer MS zu unterscheiden:
Diese Informationen über die Krankheit ADEM wurden mir berichtigt von einer Mutter, deren Tochter an ADEM erkrankt ist. Mein Dank geht daher an D. S., die über diesen Mißstand aufklärte. Alles gute für Sie und Ihre Tochter, der ich einen milden Verlauf und möglichst wenige Läsionen wünsche!! Weiterführende Quelle: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00000507/ AdditivSich addieren (zuzählen), z.B. 1+1=2. Adduktor Ein Adduktor ist ein Muskel, der etwas heranzieht (siehe Bild * ) Adduktorenspasmus Eine krankhafte Anspannung von adduzierenden Muskeln, die sich vermehrt äußert. Adhäsion Anheftung Adhäsionsmolekül Anheftungs- bzw. Verklebungsmolekül. Adjuvans Ausdruck für ein Mittel, welches unterstützend eingesetzt wird. Adjuvante_Therapie Unterstützende Therapie. ADL Abkürzung für Aktivitäten des täglichen Lebens. Adrenal Betrifft die Nebennierenrinde. Adrenalin Das Adrenalin ist ein Hormon des Nebennierenmark, es steigert den Blutdruck und Zuckergehalt des Blutes. Adrenokortikotropin Siehe unter ACTH. Adynamie Adynamie ist der Fachausdruck für Kraft-, Antriebs- und Schwunglosigkeit. AE[H]P Abkürzung für akustisch evozierte [Hirnstamm-] Potenziale. AEP Abkürzung für A (akustisch) - E (evozierte) - P (Potenziale) ist eine Untersuchungsmethode, bei der die Nervenfasern der Hörbahn gereizt werden. Diese Nervenfasern laufen durch den Hirnstamm, der bei der MS besonders häufig betroffen ist. Die gleichbleibenden kurzen Geräusche werden über einen Kopfhörer (siehe Bild * ) an das Ohr weitergegeben. Dies erfolgt für jedes Ohr, sowohl einzeln als auch an beiden Ohren gemeinsam. Mittels vorher angebrachten Elektroden an der Kopfhaut erfolgt die übermittlung der empfangenen Signale. MS typische Veränderungen zeigen sich in der Amplitudenminderung und Latenzverlängerung (siehe Bild * ) der einzelnen Wellen oder ihres Abstandes untereinander auf beiden oder einer Seite. AER Abkürzung für Arm [-Muskel]-Eigen-Reflexe. Affekt Bei einem Affekt handelt es sich um ein stark empfundenes Gefühl. Affektinkontinenz Damit ist die fehlende Kontrolle von Gefühlsäußerungen (Lachen oder Weinen) gemeint. Affektion Befall. Affektiv Ausdruck für Stimmungs- oder Gefühlsmäßig. Affektlabilität Hierbei sind Gefühlsäußerungen sehr leicht in ihrem Auftreten beeinflußbar. Afferent Zuführend. Afferente_Pupillenstörung Die Lichtreaktion ist gestört in Form von abgeschwächter oder fehlender Pupillenverengung. Afferenzen Zuführende. Afferenzstörung Gestörte Nervenimpulse auf ihrem Weg zum Gehirn. Affinität Stammt aus dem lateinischen, "die Verwandtschaft". Das Bestreben zweier Reinstoffe sich zu einer neuen Verbindung zu reagieren. AFP Abkürzung für Alpha-Feto-Protein. After Lat. Anus, der Enddarm oder Mastdarm. Ageusie Verlust des Geschmackempfindens. Agglomeration Anhäufung oder Ablagerung. Aggravation Verschlimmerung oder auch bewusstes übertreiben von Krankheitszeichen. Aggravieren Verschlimmern oder auch bewusstes übertreiben von Krankheitszeichen. Aggression Begriff für feindselige Handlungen. Aggressiv Angriffslustig. Agieren Entschlossenes Handeln. Agitiert Ungenaue Ausdrucksform für einen krankhaft erregten, ängstlichen und gereizten auch rastlosen Gemütszustand. Agitiertheit Ungenaue Ausdrucksform für eine krankhafte Erregung, ängstlichkeit und Gereiztheit auch Rastlosigkeit des Gemütszustandes. Agnosie Unfähigkeit Sinneswahrnehmungen zu erkennen, obwohl die betreffenden Sinnesorgane normal funktionieren. Agonie Die Agonie ist ein Stadium, in dem Lebensvorgänge kurz vor dem Tod stark vermindert sind. Agonist Für Agonist gibt es in der Medizin drei verschieden Bedeutungen:
Angst, sich allein über leere Straßen und Plätze oder der öffentlichkeit zu bewegen (auch Platzangst). Agranulozytose Fehlen der Granulozyten. AHB_/_Anschlußheilbehandlung Die Kosten für eine AHB werden überwiegend von den zuständigen Rentenversicherungsanstalten (BfA oder LVA) getragen oder aber von den gesetzlichen / privaten Krankenkassen. Wenn sich keine dieser Anstalten dafür verantwortlich zeigt, bleibt nur noch der Weg zum Sozialamt. Stationäre Behandlungsmaßnahmen werden aber zum größten Teil erst dann möglich, wenn schwere Behinderungen weitestgehend nicht mehr vorhanden sind. Die ausgewählten Rehabilitationskliniken müssen den speziellen Bedürfnissen (Behandlungsmöglichkeiten der vorhandenen Einrichtungen) des Betroffenen allerdings entsprechen. Akkommodation Die Anpassung bzw. Einstellung eines Organs auf eine bestimmte, zu erfüllende Aufgabe (z.B. des Auges bei änderung der Scharfstellung für eine andere Entfernung). Akkumulation Anreicherung oder Anhäufung. Akral Betrifft die Körper- und Gliedmaßenenden. Akren Körperenden, z.B. Finger- und Zehenspitzen. Akrozyanose Durchblutungsstörungen der vom Rumpf entfernt liegenden Gliedmaßenabschnitte (z.B. Finger und Zehen), die sich durch Blauverfärbung erkennbar machen. Aktionsmyoklonus Zunehmendes Zittern und Unruhebefinden, durch willkürliche Bewegungen. Aktivität Wirksamkeit und Tätigkeit. Aktivierungstherapie siehe Ergotherapie Aktivitäten (ATL) Alltagsaktivitäten, Einstufung der Fähigkeit bei der Durchführung dieser Alltagsaktivitäten:
Veränderliche Größe zur Einschätzung einer Aktivität (z.B. Befunde der MRT- oder Liquordiagnostik). Akupressur Eine von der Akupunktur abgeleitete Technik, bei der anstatt Nadeln Druck ausgeübt wird. Akupunktur Eine traditionelle chinesische Behandlungsform, die überwiegend bei verschiedenen Schmerzzuständen durch gezielt eingesetzte Nadelstiche eingesetzt wird. Akustisch Betrifft das Gehör bzw. das Hören. akustisch_evozierte_Potenziale siehe AEP Akut Plötzlich und heftig auftretender, meist von kurzer Dauer einsetzender z.B. Schmerz oder Störung. Akutbehandlung Bei der MS steht eigentlich nur Cortison für die Akutbehandlung zur Verfügung. Hierbei sollen die verschiedenen Kortikoide die Schübe verkürzen und/oder die Beschwerden mildern. Aufgrund der Nebenwirkungen und der Tatsache, daß die Kortikoide den Krankheitsverlauf auf die Dauer nicht beeinflussen können, ist eine stetige Einnahme nicht sinnvoll. Die Einnahme von Cortison ist wirklich nur dann gerecht, wenn ein akuter Schub im Gange ist. Diese kann, je nach Bedarf, auch innerhalb eines Jahres mehrfach wiederholt werden. Behandlung von Schüben mit Kortikoiden:
Hier liegt die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß eine akut verlaufende MS entsprechende Erkrankung des ZNS vorliegt und diese meist innerhalb weniger Wochen zum Tod führen wird. Akute-Phase-Proteine Bestandteil der natürlichen humoralen Immunität. Akzentuierung Deutliches Sichtbarwerden, Hervorhebung oder Betonung. AL[A]T Abkürzung für Alanin-Aminotransferase. Alanin-Aminotransferase Dieses Leberenzym (auch Serum-Glutamat-Pyruvat-Transaminese = SGPT genannt) kann duch Leberentzündungen und -schädigungen erhöht ausfallen. Auch die Nebenwirkung von verschiedenen Medikamenten kann als Auslöser verantwortlich sein. Albumin Das Albumin gehört zu der Hauptgruppe von wasserlöslichen Eiweißkörpern im Blut und in geringerer Konzentration auch im Liquor. Es ist für den Transport von Stoffwechselprodukten, Vitaminen und Medikamenten zuständig. Albuminquotient Spiegelt das Verhältnis zwischen der Albuminkonzentration im Liquor und Serum wieder. Eine Erhöhung des Quotienten zeigt eine Störung der BHS (Blut-Hirn-Schranke). Alexithymie Unvermögen, Gefühle in Worten auszudrücken und wahrzunehemen. Algurie Eine schmerzhafte Harnentleerung. Alimentär Hängt mit der Ernährung zusammen. Alkoholismus Abhängigkeit mit erhöhtem Alkoholkonsum (Trunksucht). Allergen Körperfremder Stoff, der eine Allergie hervorruft. Allergie Reaktion durch überempfindlichkeit gegenüber körperfremden Stoffen. Allergisches Exanthem Hautausschlag durch überempfindlichkeit gegenüber körperfremden Stoffen. Allophatie Behandlungsprinzip der Schulmedizin, gegen eine Krankheit ein ihrer Ursache entgegenwirkendes Mittel einzusetzen. Allteration Allteration drückt in der Medizin Erregung bzw. Aufregung und/oder krankhafte Verschlimmerung eines Zustandes aus. Alpha-adrenerge Blocker Medikament, welches zur Behandlung von Blasenentleerungsstörungen eingesetzt wird. Alpha-Aktivität Teil der bioelektrischen Tätigkeiten der Nervenzellen des Gehirns. Alpha-EEG EEG, bei dem Alpha-Wellen vorherrschen. Alpha-Interferon Siehe unter Interferon-alpha. Alternative Medizin Sammelbezeichnung für medizinische Methoden, die von der studierten Schulmedizin abweichen. Alternierend Wechselnd. Amalgam Sehr gute Infos und alles Wissenswerte über Amalgam, kann man auf Marc's Homepage in Erfahrung bringen. Amantadin Amantadin (z.B. PK-Merz), wird in erster Linie bei Viruserkrankungen und als Parkinsonmittel eingesetzt. Bei gleichzeitiger Anpassung der körperlichen Belastung (Fatigue) sind auch hier mit einigen Medikamenten günstige Ergebnisse erzielt worden. Auch mit dem allgemein anregend wirkenden Pemolin (Handelsname: Tradon) sowie Antidepressiva, z.B. Serotoninwiederaufnahmehemmer (Handelsname z.B. Fluctin), sind ähnlich günstige Wirkungen erzielt worden. Amaurose Eine Erblindung, die auch beide Augen treffen kann (z.B. Optikusneuritis). Amaurotisch Einhergehend mit einer Amaurose. Ambivalent Mehrdeutig (unentschlossen). Ambulant Ohne (stationäre) Aufnahme im Krankenhaus. Ambulanz Darunter versteht man den Bereich in einem Krankenhaus, der nur zur ambulanten Behandlung vorgesehen ist. Auch ein Krankenwagen fällt unter diesen Begriff. Ameisenlaufen Eine bei MS häufig vorkommende Missempfindungen. Amenorrhoe Die Menstruation bleibt aus. Amine Amine sind Eiweißbestandteile der Nahrung, z.B. in Fleisch, Fisch und Käse. Aminsäure 4-Aminopyridin 4-AP ist ein chemischer Stoff, welcher die "Leitfähigkeit" der Nervenzellenwände für Kalium mindert und somit ihre Funktion vorübergehend außer Kraft setzen kann. Dieses soll für Hitze empfindliche MS'ler von Vorteil sein. Aufgrund der möglichen, starken Nebenwirkungen (z.B. Auslösen epileptischer Anfälle), müssen erst noch die Ergebnisse laufender Untersuchungen abgewartet werden. Amplitude Eine Amplitude (siehe Bild * ) ist die Schwingungsweite und wird beispielsweise bei AEP- und VEP-Untersuchungen zum Ausdruck gebracht. Analgesie Auf Schmerzreize Unempfindlich reagieren. Analgetikum Medikament, das zur Schmezlinderung eingesetzt wird. Analog Entsprechend. Analyse Anamnese Schilderung der Betroffenen über Beginn und Verlauf ihrer Beschwerden. Anamnestisch Anaphylaktisch Anaphylaxie Anarthrie Anämie Anästhesie Eine Schmerzlosigkeit, die auch für eine Betäubung oder Narkose verwendet wird. Anatomie Anatomisch Anisokor Anfall Angiographie Eine Angiographie ist eine Gefäßdarstellung nach Einspritzen von Röntgenkontrastmittel. Bei einer Untersuchung der Blutgefäße des Gehirns erfolgt dies über einen nach lokaler Betäubung von der Leistenarterie in die Halsschlagader vorgeschobenen Katheter. Diese Untersuchung wird auch wegen der damit verbundenen Risiken in der Regel nur nach stationärer Aufnahme durchgeführt. Bei einer MS ergibt sich kein krankhafter Befund und eine Angiographie ist nur in sehr seltenen Fällen zum Ausschluss anderer Krankheiten (z.B. Gefäßentzündungen) erforderlich. Angstgefühl Angstgefühle können zum Beispiel durch Zukunftsängste hervorgerufen werden. Diese können in vielen verschiedenen Lebenslagen eintreten. Häufige Ursachen dafür sind z.B. Krankheit, Unsicherheit des Arbeitsplatzes (bei der heutigen Wirtschaft kein Wunder), partnerschaftliche Problembereiche (Sexualität, Familie, Kinder, -wunsch, usw.). Aber auch durch verschiedene Medikamente können Angstgefühle entstehen (Copolymer1). Bei Beta-Interferonen könnte es sogar zu einer erhöhten Suizidgefährdung kommen. Dieses muß aber noch abgeklärt werden. Anlage Anlagefaktor Anleitung Anomalie Anomie Anorexie Anormal Anosmie Anosognosie Ansäuerung_des_Urins Siehe atone Blase. Ansteckung Aus der immer wieder geäußerten Vermutung, daß Viren an der MS-Entstehung beteiligt sind und auch aufgrund der allg. Einordnung der MS als entzündliche Erkrankung wird die zunächst verständliche Sorge abgeleitet, man könne sich möglicherweise bei einem Kranken anstecken. Für diese Befürchtung gibt es jedoch keinerlei Anhaltspunkte. Wenn überhaupt Viren oder andere Erreger bei der MS-Entstehung eine Rolle spielen, dann sicherlich nicht so, daß die Betroffenen diese zum Zeitpunkt ihrer Erkrankung ausscheiden oder auf andere Menschen übertragen können. Es ist allenfalls denkbar, daß bei der MS eine viele Jahre vor dem Ausbruch der Erkrankung abgelaufene Infektion ein Glied in einer langen Kette von Krankheitsursachen ist. Um welche Erreger es sich dabei handeln könnte, ist bis heute völlig unklar. Es spricht jedoch vieles dafür, daß sämtliche derzeit bekannten Erreger, die ansteckende Erkrankungen hervorrufen, für die Entstehung der MS nicht in Frage kommen. So ist es nicht gelungen, eine zufällige Häufung der MS nach Kontakten mit irgendeinem dieser Erreger zu belegen. Allerdings können Infektionen eine Rolle bei der Auslösung von Krankheitsschüben spielen. Ganz offensichtlich geht auch ein langjähriger und intensiver Umgang mit MS-Kranken nicht mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko einher. Dies zeigt sich beispielsweise bei ärzten und Pflegepersonal neurologischer Kliniken oder auch an der Tatsache, daß nur wenige Einzelfälle bekannt sind, wo beide Ehepartner eine MS entwickelt haben. Aus all dem folgt, daß keinerlei Grund zur Besorgnis besteht, mit einem an MS Erkrankten wie mit jedem anderen Menschen umzugehen. Demnach brauchen sich auch Eltern keine Sorge machen, wenn sich ihre Kinder bei einer Familie aufhält, in der jemand an MS erkrankt ist. Antagonisieren Antagonist Antazidum Anterior Anterograd Antergrade_Amnesie Anti Antiarrhythmikum Antibabypille Für Frauen mit MS besteht kein erhöhtes Risiko, die Antibabypille zu nehmen. Aber auch da, wie eigentlich bei allen Frauen, bestehen die bereits bekannten Risiken (Schlaganfall, Thrombosen und Gerinnungsstörungen des Blutes) weiter. Raucherinnen und Frauen mit hohem Blutdruck, die daß 45. Lebensjahr bereits überschritten haben, sollten die "Pille" wegen den erhöht möglichen Komplikationen allerdings nicht mehr zur Empfängnisverhütung verwenden. Antibakteriell Antibiogramm Antibiotisch Antibiotikum Anticholinergika Medikament, das bei der MS zur Behandlung einer kleinen »spastischen« Blase mit häufigem Handrang und kleinen Restharnmengen verwendet werden kann. Handelsnamen z.B. Buscopan oder Spasmo-Cibalgin. Antidepressiva Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und ggf. Schmerzen. Antidiabetika Antiemetika Antiepileptoka Antigen Artfremdes Eiweiß (Bakteriengifte), deren Einspritzung oder Einimpfung die Bildung von Abwehrstoffen hervorruft. Siehe Abwehrsystem. Antihistaminika Antihypertensiva Antihypotonika Antiinflammatorisch Antikoagulanzien Antikonvulsiva Antikörper Durch Antigene hervorgerufene Abwehrstoffe. Siehe Abwehrsystem. Antikörpertiter Antimykotika Antiphlogistika Antiproliferativ Antipyretikum Antipastika Krampflösendes Mittel. Antivertiginös Antiviral Anus_praeter Anwendungsbeobachtung Als Anwendungsbeobachtung wird die 4. Phase nach der erfolgten Zulassung eines neuen Medikamentes bezeichnet. Anxiolytika Apathie AP Abkürzung für alkalische Phosphatase APC Abkürzung für Antigenpräsentierende Zelle. Aphasie Verlust der Sprache als Folge einer Hirnerkrankung. Aphasisch Aphonie Aplastisch Aplastische_Anämie Apnose Apoplektiform Apoplektischer_Insult Apoptose Apparativ Appetitlosigkeit_/_-steigerung Häufig verursacht durch die Nebenwirkungen von Medikamenten, wie z.B. Interferon ß-1a und -1b, Tradon uvm. Applikation Apraxie Äquivalenz Arbeitgeber Eine häufig gestellte Frage für den Betroffenen: muß ich die Diagnose -MS- dem Arbeitgeber mitteilen??
Jeder MS-Betroffene sollte überlegungen anstellen, ob die Möglichkeit bei einem ungünstigen Verlauf weiterhin besteht, seinen erlernten bzw. bisher ausgeübten Beruf weiterhin aus zu üben. Ansonsten kann es die Berufsunfähigkeit oder Invalidität bedeuten. Es gibt zwar noch die Rentenversicherung, doch birgt diese große finanzielle Einbußen und nicht vorhersehbare änderungen in sich. Selbst ein vorhandener Schwerbehinderten Ausweis ist kein ausreichender Schutz, zur Sicherung des Arbeitsplatzes. In unserer heutigen Zeit, mit hoher Arbeitslosigkeit und dauernd wechselnden Leistungsangeboten (Politik, Reformen der Rentenkassen und Krankenkassen), sollte wirklich mit großer Sorgfalt geplant werden. Areflexie Arrhythmie Artefakt Arteria Arteriosklerose Arthralgie Arthrodese Arthrose Arthrotabs Medikament, welches zur Behandlung von Rheuma und Arthrose verwendet (soll entzündungshemmend und schmerzlindernd sein). Beinhaltet unter anderem den Wirkstoff der Teufelskralle. Artifziell Ascorbinsäure C6H8O6, das Vitamin C. Wird zur Ansäuerung des Urins verwendet, um Blasenentzündungen zu behandeln und vorzubeugen. Asomnie AS[A]T Asparatat-Aminotransferase (=SGPT). Aspiration Aspirationspneumonie Aspirieren Damit ist gemeint, daß bei jeder Injektion verhindert werden muß, daß man ein Gefäß trifft (Gefäßpunktion). Man überprüfst es, indem man, wenn die Nadel gesetzt wurde am Kolben/Stempel der Spritze vor dem Einspritzen erst einmal ansaugt (Aspiration). Sollte sich hierbei Blut ansaugen, so muß die Kanüle wieder herausgezogen werden und erneut (mit frischer Kanüle) an einer anderen Stelle gespritzt werden. Aspekt ASR Abkürzung für Achillessehnenreflex. ASS Abkürzung für Azethylsalizylsäure. Assoziation Astasie Asthenie Astrozyt Asymmetrisch Asympmtomatisch AT Abkürzung für Autogenes Trainig Ataktisch Ataxie Ataxie (z.B. Rumpfataxie, Standataxie, Gangataxie und Zeigeataxie) bedeutet in der Fachsprache, daß die Bewegungsabstimmung des Betroffenen gestört ist. Eine wirksame medikamentöse Behandlungsmöglichkeit gibt es nicht. Krankengymnastik und evtl. Ergotherapie können die Beschwerden und Symptome aber oft lindern. Ätiologie Ätiopathogenese ATL Abkürzung für Aktivitäten des täglichen Lebens. atone_Blase Störung, den Urin zu entleeren. Dies beruht auf einer spannungslosschlaffen, großen atonen Blase (Erschlaffung, Nachlassen der leichten Dauerspannung des Gewebes). In dieser sammeln sich abnorm große Urinmengen an, die bei überdehnung als sog. überlaufblase ebenfalls zur Inkontinenz (Unvermögen, Harn oder Stuhlgang willkürlich zurückzuhalten) führen. Atonie Atonisch Atrophie Attacke Atypisch Audiogramm Audiometrie Auditiv Auditorisch Aufmerksamkeit Eine der möglichen kognitiven Störungen (geistige Leistungsfähigkeit). Augen Das Auge (siehe Bild * ) ist ein Sinnesorgan, welches zur bildhaften Wahrnehmung der Außenwelt benötigt wird. Eine Schädigung des Sehnervs oder anderen Teilen des Auges führt zu Sehstörungen. Augendiagnose Angebliches Erkennen von Krankheiten aus der Beschaffenheit der Regenbogenhaut. Augenhintergrund Der Augenhintergrund ist die Hinterwand des Augapfels. Auf ihr liegt die Netzhaut, welches die für das Sehen verantwortliche Sinneszelle ist. Augenmotilität Hiermit wird die Beweglichkeit der Augen angedeutet. Augenmuskelparese Lähmung der Augenmuskeln, welche häufig zu Doppelbildern führt. Augenspiegelung Hierbei wird mit einem durchbohrten Hohlspiegel das Augeninnere beleuchtet und untersucht. Augentripper Durch eine Geschlechtskrankheit ausgelöste, akute Entzündung der Bindehaut des Auges durch Gonokokken. Augmentation Verstärkung Ausdauer Die Ausdauer oder auch Leistungsfähigkeiten sind bei der MS oft beeinträchtigt. Anzeichen dafür sind beispielsweise Kraftlosigkeit und sehr schnelle Ermüdbarkeit (MS-Fatigue) bei körperlicher oder psychischer Belastung. Betroffene sollten daher ihre eigenen körperlichen Grenzen erkennen und nicht überschreiten. Mit einer Ergotherapie kann z.B. die Sensibilität, Gedächtnis, Konzentration, Ausdauer, Bewegungsfreiheit und Körperwahrnehmung gestärkt werden. Ausfälle Ausschleichen Die langsame Reduzierung eines Medikamentes, ohne dabei den Effekt des Wirkstoffes völlig zu verlieren, bis es letzten Endes ganz abgesetzt werden kann. Ausschlußkriterien Autoantigen Autoantikörper Autochthon Autochthone_Immunglobulinbildung Autofahren Einzig und allein von dem Wissensstand an MS erkrankt zu sein, ist die Fahrtauglichkeit nicht eingeschränkt. Viel wichtiger ist die "Symptomfreiheit" oder die folgenlose Rückbildung eines Schubes. Der MS-Betroffene muß selber dafür sorgen, daß er sich und vor allem andere Teilnehmer am Straßenverkehr nicht gefährdet. Selbst durch geeignete technische Hilfsmittel kann das führen eines Kraftfahrzeugs noch möglich sein. Wenn allerdings bleibende, schwerwiegende Störungen (Ausfallerscheinungen) auftreten, wie z.B. Doppelbilder oder Koordinationsprobleme, sollte man sich nicht mehr an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen. Die Versicherungshaftung könnte auch verloren gehen, genauso wie der Führerschein eingezogen werden kann. Die Einnahme mancher Medikamente, kann die Fahrtauglichkeit ebenfalls stark beeinflussen. Auch hier wird davon abgeraten - zu Risiken oder Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Ein Wiedererlangen des bereits abgegebenen Führerscheins, kann oft sehr schwierig und mühsam sein. Daher wird von einer voreiligen Abgabe zunächst abgeraten. Autogenes_Training Autoimmunantikörper Autoimmunkrankheit Die Eigenschaft einer Autoimmunkrankheit zeigt sich in der Aktivität des Immunsystems gegen die körpereigenen Zellen. Wie z.B. bei der MS, die wichtige Myelinhülle der Nervenzellen angegriffen wird. Autoimmunprozeß Autoimmunreaktion Automatismen Automatismen sind unwillkürlich ablaufende Bewegungen, wie z.B. dem Zucken der Beine. Die Ursachen dafür liegen bei einer MS häufig an den spinalen Automatismen). Autonom Autonome_Blase Autonomes_Nervensystem Das autonome Nervensystem (auch vegetative Nervensystem genannt, siehe Bild * ), ist eines von drei Bestandteilen des Nervensystems. Hauptsächliche Bestandteile des autonomen Nervensystems sind Organe wie z.B. die Blase, der Darm, das Herz und der Magen. Im Verlauf einer MS kann es also auch bei diesen zu Störungen und Beeinträchtigungen kommen. Autopsie Autoreaktiv Autosensibilisierung Autosom Autosomal-dominante_Vererbung Averbal Avitaminose Avonex® Avonex® ist eines der Medikamente, die bei der Langzeitbehandlung von MS zu Verfügung stehen. Avonex® wird einmal in der Woche i.m. (in den Muskel) gespritzt. Die Nebenwirkungen unterscheiden sich nicht zu den anderen beta-Interferonen. Axial Axiale_Ebene Axon Axon, oder auch Neurit bezeichnet, ist eine von unzähligen Nervenleitung. Sie wird von der, bei der MS am häufigsten angegriffenen Myelinhülle geschützt (siehe Bild * ). AZ Abkürzung für Allgemeinzustand. AZA Abkürzung für Azathioprin. Azathioprin Azathioprin (Handelsname z.B. Imurek) führt zu einer für die MS-Behandlung erwünschten Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten, wobei 500 - 1000 Lymphozyten pro Kubikmillimeter Blut angestrebt werden). Um einen zu starken Abfall nicht zu übersehen, werden regelmäßige Blutkontrollen empfohlen. Andere mögliche Nebenwirkungen von Azathioprin bestehen u.a. in übelkeit, Brechreiz, Leberschäden sowie einer Zunahme von Infektanfälligkeit. Da Azathioprin in Tierversuchen mit einer erhöhten Missbildungsrate einhergeht, ist sowohl für Frauen als auch für Männer unter der Einnahme eine zuverlässige Empfängnisverhütungsmethode erforderlich. Azetylsalizylsäure Ein Schmerz- und Fiebermittel. * Sollte mit diesem Bild eine Verletzung des Copyright vorliegen, so bitte ich um entsprechende Nachricht ! 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